Wolfsangriff in Neunkirchen-Wiederstein: Sechs Schafe gerissen – Herde fast ausgelöscht
Krzysztof LöfflerWolfsangriff in Neunkirchen-Wiederstein: Sechs Schafe gerissen – Herde fast ausgelöscht
Wolfsangriff in Neunkirchen-Wiederstein: Herde dezimiert – sechs Schafe tot
Eine Schafherde in Neunkirchen-Wiederstein ist durch einen mutmaßlichen Wolfsangriff fast ausgelöscht worden – sechs Tiere starben. Der Vorfall ereignete sich nur einen Tag nach einem ähnlichen Angriff in Liebenscheid und nährt die Sorge, dass sich Wölfe zunehmend in die Nähe menschlicher Siedlungen wagen.
Der Angriff ereignete sich über die Feiertage an einem Hang, wo Katharina Knetsch und Christoph Schmidt ihre Schafe hielten. Das Paar, das die Tiere mit der Hand aufgezogen und ihnen sogar Namen gegeben hatte, fand über das Feld verstreut Wollebüschel und zerrissene Kadaver. Ein elektrischer Zaun, der die Herde schützen sollte, hatte den Beutegreifer nicht aufhalten können.
Im gesamten südwestfälischen Raum häufen sich Meldungen über mutmaßliche Wolfsangriffe. Zwar wurde bisher kein Fall offiziell bestätigt, doch das Muster verunsichert Landwirte und Anwohner gleichermaßen. Manche fordern eine Bejagung der Wölfe als vorübergehende Lösung, Kritiker halten dagegen, dass dies das grundsätzliche Problem ihrer wachsenden Präsenz nicht löse.
In einem weiteren Vorfall äußerte sich der Wildtierexperte Alexander Jung zum Verhalten von Wölfen in der Nähe von Wohngebieten, nachdem in Altmannstein (Oberbayern) ein Video aufgetaucht war. Fachleute werteten die Aufnahmen aus und bezeichneten das Verhalten der Wölfe – selbst in der Nähe von Spielplätzen und Häusern – als normal.
Die jüngsten Angriffe hinterlassen bei Landwirten wie Knetsch und Schmidt Verluste und Unsicherheit. Da Wölfe möglicherweise in Dorfnähe sesshaft werden, könnten die Behörden gezwungen sein, Schutzmaßnahmen zu überdenken. Die Debatte darüber, wie mit ihrer Anwesenheit umgegangen werden soll, bleibt derweil ungelöst.