14 December 2025, 14:52

Wie Elisabeth Selbert die Gleichberechtigung ins Grundgesetz kämpfte

Ein Plakat mit Bildern von Frauen und begleitendem Text.

Wie Elisabeth Selbert die Gleichberechtigung ins Grundgesetz kämpfte

Grundgesetz: "Mütter des Grundgesetzes" und der Kampf um Gleichberechtigung

Elisabeth Selbert mobilisierte 1948 Frauen im ganzen Land. Ihre Initiative brachte die Gleichberechtigung ins Grundgesetz.

Elisabeth Selbert spielte eine entscheidende Rolle bei der Verankerung der Gleichberechtigung von Mann und Frau in der Nachkriegsverfassung Deutschlands. Als eine der vier "Mütter des Grundgesetzes" kämpfte sie unermüdlich dafür, dass die Rechte der Frauen im Recht verankert wurden. Ihr Einsatz führte 1949 zu einer historischen Weichenstellung, die die deutsche Gesellschaft bis heute prägt.

Geboren 1896, arbeitete Selbert zunächst bei der Reichspost, bevor sie ein Jurastudium aufnahm. 1948 wurde sie in den Parlamentarischen Rat gewählt – jenes Gremium, das den Text des Grundgesetzes für die neu gegründete Bundesrepublik ausarbeitete. Ihr erster Versuch, die Gleichberechtigung in Artikel 3 zu verankern, scheiterte, als ihre eigene SPD-Fraktion den Antrag ablehnte.

Doch Selbert gab nicht auf. Die von ihr 1949 durchgesetzte Ergänzung schuf die rechtliche Grundlage für die Gleichstellung der Geschlechter in Deutschland. Sie löste Reformen im Familienrecht aus und verankerte ein bleibendes Prinzip im Grundgesetz. Ihr Wirken bleibt ein prägender Meilenstein der verfassungsgeschichtlichen Entwicklung des Landes.