Wie eine umstrittene Grafik die Debatte über Migration und Kriminalität verzerrt
Wie eine umstrittene Grafik die Debatte über Migration und Kriminalität verzerrt
Eine umstrittene Grafik, die von rechtsextremen Politikern und einem österreichischen Desinformationsportal verbreitet wurde, hat eine Debatte über Kriminalitätsentwicklungen in Deutschland ausgelöst. Die Darstellung stammte ursprünglich aus einem T-Online-Artikel von 2023 und suggerierte einen Zusammenhang zwischen Migration und steigenden Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Doch die Daten erzählen eine komplexere Geschichte.
Die Grafik stützte sich auf die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS), die abgeschlossene Ermittlungsverfahren erfasst – nicht jedoch Anklagen oder Verurteilungen. Experten warnen, dass diese Zahlen nur bedingt Aussagekraft über allgemeine Kriminalitätstrends besitzen.
Mitte Oktober wurde die Grafik von Florian Machl, Chefredakteur von Report24, sowie den AfD-Abgeordneten Maximilian Krah und Maximilian Kneller massenhaft geteilt. Sie behaupteten, sie belege, dass Migranten seit 2015 für einen Anstieg sexualisierter Gewalt verantwortlich seien. Zeitgleich räumte Kanzler Friedrich Merz "migrationsbedingte Probleme" in deutschen Städten ein.
Doch die PKS-Daten unterscheiden Verdächtige nicht nach Migrationshintergrund, sondern nur nach Staatsangehörigkeit. Zwischen 2015 und 2022 stellten deutsche Staatsbürger weiterhin die Mehrheit der Tatverdächtigen in diesen Deliktbereichen. Der Anteil ausländischer Tatverdächtiger erreichte 2022 mit 41,8 % seinen Höchststand – wobei die Zahlen für 2017 aufgrund fehlender Daten nicht berücksichtigt sind. Der tatsächliche Anstieg seit 2015 geht vor allem auf zwei Faktoren zurück: eine Zunahme von Fällen sexueller Belästigung und eine fast Verdopplung von Straftaten im Zusammenhang mit Kinderpornografie zwischen 2020 und 2021. Zudem erweiterten Rechtsreformen 2016, darunter das "Nein-heißt-Nein"-Prinzip, den Umfang erfasster Straftaten. In jedem Jahr überstieg die Zahl männlicher Verdächtiger die weiblicher deutlich. Die Statistik bildet Ermittlungsverfahren ab, nicht Verurteilungen – viele Fälle kommen möglicherweise nie vor Gericht. Das BKA betont, dass Trends bei registrierten Straftaten nicht zwangsläufig mit der tatsächlichen Kriminalitätsentwicklung übereinstimmen.
Die Diskussion zeigt, wie Kriminalstatistiken ohne angemessenen Kontext falsch interpretiert werden können. Die PKS-Daten verzeichnen zwar mehr erfasste Straftaten, doch dies liegt teilweise an Gesetzesänderungen und spezifischen Deliktformen – und nicht allein an Migration. Behörden weisen darauf hin, dass Ermittlungsverfahren nicht mit Schuld gleichzusetzen sind und die Staatsangehörigkeit keinen Aufschluss über Migrationshintergründe gibt.
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