Weiberfastnacht startet trotz Regen: Jecken trotzen dem nasskalten Karnevals-Wetter
Karlheinz MiesNasser Karneval-Kickoff in den Rheinfestungen - Weiberfastnacht startet trotz Regen: Jecken trotzen dem nasskalten Karnevals-Wetter
Karnevalsfeiern im Rheinland haben begonnen – Weiberfastnacht läutet die Festtage ein
Zehntausende Jecken sind in Köln, Düsseldorf und Bonn zu den traditionellen Karnevalsveranstaltungen zusammengekommen. Doch nasskaltes und windiges Wetter könnte die Stimmung in den kommenden Tagen trüben.
Der Startschuss fiel um 11:11 Uhr auf dem Alter Markt in Köln, wo Frauen symbolisch die Macht in der Stadt übernahmen. Über 480 Karnevalsvereine gestalteten die Feiern mit, bei denen Bräuche wie das Bützen (freundschaftliches Küssen) und das Schunkeln (im Takt der Musik wiegen) im Mittelpunkt standen. In Düsseldorf inszenierten die Möhnen ihre rituelle "Entführung" des Oberbürgermeisters, während in Bonn die Beueler Wäscherinnen ihren jährlichen "Sturm" auf das Rathaus starteten.
In Köln führten Prinz, Bauer und Jungfrau die Feierlichkeiten an und gaben den Ton für den Straßenkarneval vor. In der gesamten Region erstürmten Frauen spielerisch die Rathäuser – ein langjähriger Brauch, der die Machtübernahme symbolisiert. Doch das Wetter spielt nicht mit: Für Donnerstag sind Regen und böige Winde vorhergesagt, und auch Freitag und Samstag bleibt es unbeständig mit weiteren Schauern.
Die Temperaturen bleiben kühl, in einigen Gebieten könnte sogar Schneeregen fallen. Erst am Sonntag soll sich gelegentlich die Sonne zeigen und für eine kurze Verschnaufpause vom trüben Wetter sorgen.
Trotz der ungünstigen Prognose finden die Feiern wie geplant statt. Die Veranstalter raten den Jecken, Regenkleidung mitzubringen, um bei den Umzügen und Straßenfesten trocken zu bleiben. Die Karnevalsveranstaltungen bleiben ein fester Bestandteil der rheinischen Kultur und ziehen Jahr für Jahr große Menschenmengen an.