28 March 2026, 20:33

Warum Wohneigentum in Deutschland für viele ein unerschwinglicher Traum bleibt

Ein detaillierter architektonischer Entwurf eines Hauses mit zahlreichen Fenstern und einem Dach, identifiziert als das erste Haus in Deutschland, begleitet von strukturellen Plänen und Text auf Papier.

Warum Wohneigentum in Deutschland für viele ein unerschwinglicher Traum bleibt

Wohneigentum in Deutschland bleibt für viele unerreichbar – die Kosten steigen weit über den Kaufpreis hinaus

Seit Jahrzehnten halten strenge Vorschriften, hohe Steuern und zusätzliche Gebühren die Eigentumsquote in Deutschland hartnäckig niedrig. Jetzt verschärfen neue Vorschläge und Klimaregeln die Lage für Käufer zusätzlich.

Wer in Deutschland eine Immobilie erwerben möchte, sieht sich seit Jahren mit hohen Hürden konfrontiert. Neben dem Kaufpreis kommen Maklerprovisionen, Notarkosten und die Grunderwerbsteuer hinzu – oft belaufen sich die Zusatzkosten auf zehntausende Euro. In Nordrhein-Westfalen ist die Grunderwerbsteuer allein auf 6,5 Prozent gestiegen, mehr als das Dreifache des ursprünglichen Satzes. Bis die Hypothek vollständig abgezahlt ist, haben viele Eigentümer am Ende das Eineinhalbfache des ursprünglichen Immobilienwerts gezahlt.

Auch die Finanzierung gestaltet sich schwieriger als in Nachbarländern. Strenge Kreditvergaberichtlinien und hohe Zinsen drängen immer mehr Menschen in den Mietmarkt, der vom Staat stark subventioniert wird. Gleichzeitig betrachten Politiker Immobilien zunehmend als Einnahmequelle. Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), hat sogar vorgeschlagen, die Grundsteuer deutlich zu erhöhen.

Hinzu kommen die Klimavorgaben, die zusätzliche finanzielle Belastungen mit sich bringen. Eigentümer müssen nun in energieeffiziente Sanierungen investieren, um die staatlichen Vorgaben zu erfüllen – was die Kosten weiter in die Höhe treibt. Trotz dieser Belastungen hat sich die Eigentumsquote in 20 Jahren kaum verändert: Sie sank leicht von 44,9 Prozent im Jahr 2011 auf heute etwa 44 bis 47 Prozent. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch eklatant: Während das Saarland bei 60 Prozent liegt, bringt es Berlin gerade einmal auf 16 Prozent.

Die Kombination aus steigenden Steuern, strengen Regularien und verpflichtenden ökologischen Modernisierungen macht Wohneigentum für viele noch unerschwinglicher. Da Subventionen vor allem Mieter begünstigen und Politiker Immobilien als Steuerquelle entdecken, vergrößert sich die finanzielle Kluft zwischen Mieten und Kaufen weiter. Bisher gibt es kaum Anzeichen dafür, dass sich Deutschlands niedrige Eigentumsquote bald verbessern wird.

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