Viersen stärkt mit neuer Initiative die freie Kulturszene der Stadt
Anatol FrankeViersen stärkt mit neuer Initiative die freie Kulturszene der Stadt
Kulturstadt fördert freie Szene
Viersen setzt 2025 mit der Initiative ‘Förderung Freie Szene’ erneut ein Zeichen für die unabhängige Kunst- und Kulturszene. Seit 2021 werden künstlerische Projekte jährlich aus dem städtischen Haushalt unterstützt.
Die Stadt Viersen hat ihre Initiative ‘Förderung Freie Szene’ ins Leben gerufen, um lokale Kreativität und kulturelles Engagement zu stärken. Im Jahr 2025 erhalten zwei von fünf eingereichten Projekten eine Förderung. Die Maßnahme richtet sich an freiberufliche Künstler:innen sowie Kulturvereine mit Bezug zur Region.
Zu den geförderten Vorhaben gehört ein interaktives Puppentheater für junge Kinder, das von der Beatles Gallery in Dülken entwickelt wurde. Zudem wird bald eine neue, dauerhafte Kunstinstallation der österreichischen Künstlerin Renate Ettl und Emil Schults in der Lichtturm-Bibliothek der Stadt enthüllt.
Das Programm ‘Förderung Freie Szene’ steht Künstler:innen aller Sparten sowie kulturellen Vereinigungen mit Verbindung zu Viersen offen. Ziel ist es, künstlerische Aktivitäten zugänglicher zu machen und die öffentliche Teilhabe zu fördern. Besonders berücksichtigt werden Projekte von Freiberuflern, um eine breite Palette kreativer Arbeiten zu unterstützen.
Eines der geförderten Projekte ist das ‘partizipative Puppentheater’ der Beatles Gallery in Dülken. Es richtet sich an Kinder zwischen vier und zehn Jahren und verbindet Lesungen mit Aufführungen von Werken professioneller Autor:innen. Die Veranstaltungen sollen zu einem regelmäßigen, familienfreundlichen Kulturangebot im Stadtteil werden.
Der Süchtelner Chor ‘Joy & Piece’ veranstaltete unterdessen einen kostenlosen Gospel-Workshop unter dem Titel ‘Klang des Himmels’. Die öffentliche Probe lud zum Mitsingen ein – Teilnehmer:innen könnten später bei vier Wohltätigkeitskonzerten im Januar und Februar 2026 gemeinsam mit dem Chor auftreten.
In einem weiteren Projekt hat die Wiener Künstlerin Renate Ettl, bekannt für Wandgemälde und Gemeinschaftsprojekte, mit Emil Schult eine neue Installation geschaffen. Ihre mobile Skulptur aus Plexiglas und Edelstahl wird dauerhaft in der Lichtturm-Bibliothek von Viersen zu sehen sein. Es handelt sich um ihr zweites gemeinsames Werk nach einem städtischen Kunstauftrag 2025 in Gelsenkirchen.
Die beiden geförderten Projekte bereichern in den kommenden Monaten das kulturelle Leben in Viersen: Das Puppentheater bietet Familien ein regelmäßiges kreatives Angebot, während die Chor-Workshops und Konzerte die Bürgerbeteiligung stärken. Die neue Kunstinstallation in der Bibliothek fügt dem öffentlichen Raum zudem eine bleibende visuelle Note hinzu. Alle drei Vorhaben spiegeln das Ziel der Initiative wider, den Zugang zu Kunst und Kultur zu erweitern.