05 January 2026, 17:16

Thyssenkrupp streicht 11.000 Jobs – radikale Umstrukturierung im Stahlgeschäft

Ein Buchumschlag mit Armee-Panzern und Jeeps in einer Kriegs-Szene mit Text darüber.

Thyssenkrupp's Steel Unit Launches Tough Restructuring - Thyssenkrupp streicht 11.000 Jobs – radikale Umstrukturierung im Stahlgeschäft

Thyssenkrupp Steel streicht 11.000 Stellen im Rahmen eines umfassenden Umstrukturierungsplans. Der Schritt folgt auf sinkende Nachfrage und niedrige Stahlpreise, die die Gewinne des Unternehmens stark belastet haben. Die Unternehmensführung will mit den Veränderungen eine stärkere Position auf dem europäischen Stahlmarkt sichern.

Die Belegschaft soll von derzeit rund 27.000 Beschäftigten auf 16.000 reduziert werden. Die Stellenabbau erfolgt durch freiwillige Aufhebungsverträge, Ausgliederungen von Geschäftsbereichen und Personalabbau bei Tochtergesellschaften. Zudem hat Thyssenkrupp Steel seinen Liefervertrag mit den Hüttenwerken Krupp Mannesmann (HKM) vorzeitig beendet – die Vereinbarung wäre eigentlich erst 2032 ausgelaufen.

Die Produktionskapazität wird von 11,5 Millionen Tonnen pro Jahr auf 8,7 bis 9 Millionen Tonnen sinken. Mit der Gewerkschaft IG Metall wurde eine Einigung über Abfindungsregelungen und betriebliche Anpassungen erzielt. Der regionale IG-Metall-Chef, Knut Giesler, betonte, dass die Vereinbarung den Beschäftigten und dem Unternehmen in der Übergangsphase Planungssicherheit biete.

Thyssenkrupp Steel hält 50 Prozent an HKM, während Salzgitter 30 Prozent besitzt. Streitigkeiten über die Umstrukturierung und einen möglichen Verkauf dauern an. Die Eigentümer drohen, das Werk in Duisburg bis 2026 zu schließen, falls sich kein Käufer findet. Die Umstrukturierungsvereinbarung gilt bis September 2030.

Die Einschnitte werden die Geschäfte und die Belegschaft von Thyssenkrupp Steel in den kommenden Jahren grundlegend verändern. Die Produktion wird zurückgefahren, Tausende Arbeitsplätze fallen weg. Die Zukunft des Unternehmens auf dem europäischen Stahlmarkt hängt nun vom Erfolg dieses Restrukturierungsplans ab.