Stuttgarts Müllkrise: Warum die Recycling-Stationen im Chaos versinken
Krzysztof LöfflerStuttgarts Müllkrise: Warum die Recycling-Stationen im Chaos versinken
Recycling-Stationen in Stuttgart verkommen in dramatischem Zustand
Die Sammelstellen für Wertstoffe in Stuttgart sind in einen Zustand schwerer Vernachlässigung geraten. Überquellende Container, illegale Müllentsorgung und extreme Wetterbedingungen haben die Situation weiter verschärft. Lokale Behörden sprechen mittlerweile von einer katastrophalen Lage und drängen auf sofortiges Handeln.
Besonders stark betroffen sind die Sammelstellen für Glas und Altkleider. Die Glascontainer – vor allem über die Neujahrsfeiertage – blieben wegen einer Umstellung in der Abfallwirtschaft ungeleert. Schwerer Schnee und Eis begruben die Behälter unter Flaschen, was die Räumungsarbeiten zusätzlich verzögerte.
Aus Altkleidercontainern sind inzwischen illegale Müllkippen geworden, auf denen allerlei Abfall abgeladen wird. Die Stadtverwaltung bezeichnet die Zustände an diesen Standorten als erhebliche Störquelle. Da keine aktuellen Daten vorliegen, ob die illegale Entsorgung im Vergleich zum Vorjahr zugenommen hat, prüfen die Behörden nun neue Gegenmaßnahmen.
Bürgermeister Marcel Kreutz kündigte an, an zehn neuralgischen Punkten Überwachungskameras installieren zu lassen, um falsche Entsorgungen einzudämmen. Zudem wurde den Entsorgungsfirmen auferlegt, auch über die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage hinweg zu arbeiten, um weitere Rückstaus zu vermeiden. Gleichzeitig wird die Haus-ab-Haus-Sammlung von Altkleidern technisch geprüft – als mögliche Alternative zu den bisherigen Containern.
Die Stadt unternimmt Schritte, um die Abfallkrise in den Griff zu bekommen, darunter Videoüberwachung und erweiterte Abholintervalle. Doch überquellende Container und wilde Müllablagerungen bleiben weit verbreitet. Die Behörden hoffen, dass die neuen Maßnahmen die Lage entspannen. Ob die Änderungen wirken, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.