Stögers Traumfreistoß krönt sein 200. Bundesliga-Spiel mit Comeback-Erfolg
Karlheinz MiesStögers Traumfreistoß krönt sein 200. Bundesliga-Spiel mit Comeback-Erfolg
Kevin Stöger krönte seinen 200. Bundesliga-Auftritt mit einem spektakulären Freistoßtor für Borussia Mönchengladbach. Der Treffer sicherte am 26. Spieltag einen 2:0-Sieg gegen den FC St. Pauli und beendete damit seine lange Torflaute in dieser Saison. Mit seiner Leistung widerlegte er frühere Kritik und unterstrich erneut seine Bedeutung für die Mannschaft.
Stögers Saison verlief alles andere als reibungslos. In den ersten Spielen wurde er für träges Spiel und ungenaues Passspiel kritisiert, was sogar zu Spekulationen über einen Wechsel im Winter führte. Doch durch Beharrlichkeit und harte Arbeit kämpfte er sich unter Trainer Eugen Polanski zurück in die Startelf.
Seine Rehabilitation gelang auf dramatische Weise: Bei einem Stand von 1:0 trat Stöger in der zweiten Halbzeit zu einem 25-Meter-Freistoß an. Der Ball zog perfekt ins obere linke Eck – der gegnerische Torhüter hatte keine Chance. Es war das erste direkte Freistoßtor für Borussia Mönchengladbach seit Dezember 2020.
Das Tor verblüffte selbst FC St. Paulis Trainer Alexander Blessin, der es als "absolut wunderschön" bezeichnete. Stöger verriet später, dass er trotz früherer Schwierigkeiten gezielt mit Co-Trainer Guido Streichsbier Freistöße trainiert habe. Seine neue Konzentration ging über das Training hinaus: Um sich voll auf den Fußball zu fokussieren, habe er sich bewusst von Instagram zurückgezogen.
Sportdirektor Rouven Schröder lobte Stögers Durchhaltevermögen und betonte, er beweise damit, "dass nichts verloren ist, solange man kämpft". Aus dem einstigen Wechselkandidaten ist durch seine Entschlossenheit wieder ein Schlüsselspieler geworden.
Stögers glanzvoller Freistoß bescherte nicht nur drei wichtige Punkte, sondern festigte auch seinen Stammplatz. Nach einem holprigen Saisonstart zeigt seine Leistung gegen den FC St. Pauli, dass er sich über Rückschläge erheben kann. Das Tor bleibt ein Höhepunkt seines 200. Bundesliga-Spiels – und ein Wendepunkt in seiner aktuellen Spielzeit.