Sprengungen treiben Tunnel-Sanierung in Brilon-Wald mit 150 Metern pro Tag voran
Karlheinz MiesSprengungen treiben Tunnel-Sanierung in Brilon-Wald mit 150 Metern pro Tag voran
Großbaustelle in Brilon-Wald: Sanierung des Elleringhauser Eisenbahntunnels schreitet voran
Im Rahmen der energetischen Sanierung des Elleringhauser Eisenbahntunnels laufen in Brilon-Wald derzeit umfangreiche Bauarbeiten. Mit täglichen kontrollierten Sprengungen wird das Projekt voran getrieben – jede Detonation bringt den Tunnel um bis zu 150 Meter voran. Für Anwohner wurde zudem eine spezielle Hotline eingerichtet, über die sie Bedenken wegen der Sprengarbeiten melden können.
Im Zuge der Modernisierung entsteht ein 475 Meter langer Rettungstunnel parallel zum bestehenden 1.400 Meter langen Eisenbahntunnel. Dieser neue Stollen ermöglicht künftig energische Evakuierungen und bietet Rettungskräften alle 500 Meter Zugangspunkte. Die Maßnahmen entsprechen aktualisierten Sicherheitsvorschriften, die solche Bauwerke vorschreiben.
Die Sprengarbeiten begannen am 29. September 2025. Pro Detonation kommen etwa 75 Kilogramm Sprengstoff zum Einsatz – deutlich weniger als in Steinbrüchen üblich. Jede kontrollierte Sprengung treibt den Tunnelbau um rund 100 bis 150 Meter voran. Dem Projekt gingen bereits frühere Phasen voraus, darunter eine 200-tägige Streckensperrung im Jahr 2023 und der Beginn der Tunnelbohrungen 2025.
Während die Gesamtlaufzeit der Sanierung noch nicht feststeht, markiert der Bau des Rettungstunnels einen wichtigen Schritt zur Modernisierung der Bahninfrastruktur.
Die Spreng- und Aushubarbeiten werden wie geplant fortgesetzt. Anwohner können weiterhin über die Hotline ihre Anliegen äußern. Nach Fertigstellung wird der Rettungstunnel für mehr Sicherheit im Elleringhauser Eisenbahntunnel sorgen. Der Zeitplan wird eingehalten, ein konkretes Enddatum steht jedoch noch nicht fest.