Dortmunder Forscher revolutionieren Batteriespeicher mit 20.000 Volt-Technologie
Anatol FrankeDortmunder Forscher revolutionieren Batteriespeicher mit 20.000 Volt-Technologie
Ein neues Forschungsprojekt könnte die Batteriespeicherung revolutionieren, indem es die Spannungswerte verzehnfacht. Wissenschaftler:innen der Fachhochschule Dortmund sind überzeugt, dass höhere Spannungen Energieverluste verringern und die Effizienz steigern können. Ihr Ansatz wurde bereits im Labor erprobt und soll nun in der Praxis getestet werden.
Im Rahmen des KV BATT-Projekts geht es darum, die Batteriespannung von 1000 Volt auf 10.000 bis 20.000 Volt zu erhöhen. Herkömmliche Niedrigspannungssysteme leiden unter hohen Strömen, die Widerstand erzeugen und die Effizienz mindern. Durch die Erhöhung der Spannung erhofft sich das Team eine geringere Wärmeentwicklung und einen reduzierten Kühlbedarf.
Im Labor entwickelten die Forscher:innen eine modulare Hochspannungsbatterie, die kompakter ist als bestehende Systeme und nahezu wartungsfrei funktioniert. Projektleiter Professor Martin Kiel betont, dass höhere Spannungen die großtechnische Speicherung deutlich effizienter machen könnten.
Ein Praxistest ist nun in Ense, Deutschland, geplant. Dabei soll die Leistung von 1000-Volt-Systemen mit den neuen Hochspannungsmodellen verglichen werden. Parallel dazu hat das Team ein europäisches Patent für ihre Methode angemeldet. Zudem wurden Industriepartner zur Zusammenarbeit eingeladen – Interessierte können über die allgemeine Projekt-E-Mail Kontakt aufnehmen.
Die Ergebnisse des Projekts könnten zu effizienteren Batteriespeichern für erneuerbare Energien und die Netzstabilisierung führen. Bei Erfolg könnte die Technologie die Kosten senken und die Zuverlässigkeit in großtechnischen Anwendungen verbessern. Aktuell sucht das Team Partner, um das System marktreif zu machen.






