30 January 2026, 05:43

SPD Berg setzt mit Poetry-Slam auf kulturellen Widerstand gegen Rechts

Ein Plakat für die Radikale Convention in Philadelphia, Pennsylvania am 3. September 1866, das eine Reihe von Menschen in Anzügen und Krawatten zeigt, mit 'Radikale Convention' in fetter Schrift darüber, vor einem hellgelben Hintergrund.

SPD Berg setzt mit Poetry-Slam auf kulturellen Widerstand gegen Rechts

SPD Berg veranstaltet in Wuppertal kulturellen Widerstand gegen Rechtsextremismus

Bei einer jüngsten Veranstaltung der SPD Berg in Wuppertal trafen sich Künstler:innen und Aktivist:innen, um dem Erstarken des rechtsextremen Gedankenguts etwas entgegenzusetzen. Die Poetry-Slammer Luca Lindh und Luca Swieter lieferten mit ihren kraftvollen Auftritten eine klare Abrechnung mit der wachsenden Akzeptanz rechtspopulistischer Ideologien. Ihre Botschaften unterstrichen die Dringlichkeit, die Demokratie zu verteidigen und spaltende Rhetorik zurückzuweisen.

Luca Lindh, ein bekannter Vertreter der Poetry-Slam-Szene, nutzte die Bühne, um die Alternative für Deutschland (AfD) scharf zu kritisieren. Er bezeichnete die Partei als eine Organisation, die gezielt Desinformation verbreitet, Verbindungen zu antidemokratischen Kreisen pflegt und Sympathien für autoritäre Regime zeigt. In seinem Statement warnte er vor der Gefahr, rechtsextreme Positionen zu verharmlosen: "Es ist nicht die Normalität, die extrem wird – es ist das Extreme, das normal wird."

Lindh prangerte zudem an, wie rechte Akteure den Patriotismus-Begriff für ihre Zwecke missbrauchen, um Vielfalt abzulehnen und Solidarität zu verweigern. Demokratie, so seine Forderung, müsse aktiv gestärkt – und nicht nur bewahrt – werden. Den Widerstand gegen die AfD bezeichnete er als eine verfassungspolitische Pflicht, keine taktische Entscheidung. Besonders gefährlich werde es, wenn Verachtung für die Menschenwürde, Rassismus und Lügen zunehmend salonfähig würden.

Sein Kollege Luca Swieter unterstrich diese Haltung mit seinem eigenen Auftritt. Sein Schlussappell – "Am Ende haben wir uns weigert, spalten zu lassen – und vor allem: Wir haben den Mist nicht abgeschluckt, den sie uns andrehen wollten" – fand bei den Zuschauer:innen großen Anklang. Die SPD Berg hatte bereits im Vorfeld eine Erklärung veröffentlicht, in der sie ihr Bekenntnis zum Verfassungspatriotismus und zu einer offenen, demokratischen Gesellschaft vor den Wahlen 2026 erneuerte.

Die Veranstaltung machte deutlich, wie entschlossen die SPD ist, rechtsextremen Einflüssen entgegenzutreten und Solidarität zu fördern. Sowohl Lindh als auch Swieter riefen zu kritischem Denken und gesellschaftlichem Engagement auf, um zu verhindern, dass extremistische Ideen weiter an Boden gewinnen. Die Haltung des Kreisverbands spiegelt dabei größere Bestrebungen wider, demokratische Werte angesichts wachsender politischer Herausforderungen zu bewahren.