Solingens Ohligs-Tunnel soll vom Problemfall zum sicheren Ort werden
Susan auch SchlauchinSolingens Ohligs-Tunnel soll vom Problemfall zum sicheren Ort werden
Die Debatte um den Ohligs-Tunnel in Solingen hat sich in den letzten Jahren zugespitzt. Nun hat der Bundesverband Bürgerinitiativen (BfS) einen detaillierten Plan vorgelegt, um die problematische Anlage in einen sicheren, saubereren und einladenderen Ort für den Stadtteil zu verwandeln.
Der BfS drängt auf sofortiges Handeln, beginnend mit einer gründlichen Grundreinigung des Tunnels. Notwendige Reparaturen müssen zügig folgen, begleitet von einer verstärkten Polizei- und Kommunalpräsenz, um die Sicherheit zu erhöhen. Die Initiative betont, dass diese Schritte essenziell sind, bevor langfristige Veränderungen in Angriff genommen werden.
Mittelfristig fordert der Verband bessere Beleuchtung, Videoüberwachung und ein genehmigtes Dach am östlichen Ausgang. Diese Maßnahmen sollen die Kriminalität verringern und Fußgängern sowie Radfahrern ein größeres Sicherheitsgefühl vermitteln.
Langfristig schlägt der BfS einen radikalen Wandel vor: Der Tunnel soll durch eine barrierefreie Brücke für Fußgänger und Radfahrer ersetzt werden. Eine Machbarkeitsstudie wird klären, ob diese visionäre Idee umsetzbar ist. Zudem weist die Gruppe auf die Notwendigkeit hin, den östlichen Bahnhofsvorplatz neu zu gestalten, damit er nahtlos in das umliegende Gebiet integriert wird.
Im Mittelpunkt des Konzepts steht soziale Verantwortung. Der BfS argumentiert, dass obdachlose Menschen im Tunnel Unterstützung erhalten müssen, bevor ordnungspolitische Maßnahmen greifen. Ihr Leitprinzip – 'Hilfe statt Verdrängung' – fordert maßgeschneiderte Hilfsangebote statt bloßer Vertreibung.
Der Verband betont, dass alle Veränderungen aufeinander abgestimmt sein müssen. Sicherheit, Sauberkeit und die Bedürfnisse der Anwohner sollten eine gemeinsame, kohärente Strategie bilden, um den Tunnel nachhaltig aufzuwerten.
Der BfS-Plan skizziert klare Schritte für den Ohligs-Tunnel – von der dringenden Reinigung bis zum möglichen Brückenersatz. Werden die Vorschläge umgesetzt, könnte aus dem Tunnel ein gepflegter und sicherer Zugang zum Stadtteil entstehen. Der nächste Schritt hängt nun von Machbarkeitsstudien und politischer Unterstützung ab.