07 February 2026, 09:09

Solingen testet neue Methode zur Abfallerfassung für genauere Emissionsdaten

Eine Gruppe von Männern, die eine Schotterstraße entlanggehen, neben einem Haufen Müll mit einem Bagger im Hintergrund, Gebäude, Bäume und Strommasten in der Umgebung.

Solingen testet neue Methode zur Abfallerfassung für genauere Emissionsdaten

Solingen startet Studie zur Abfallerfassung, um Emissionen nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz zu messen

In Solingen beginnt demnächst eine Untersuchung zur Abfallsammlung, mit der die Emissionen im Zusammenhang mit dem deutschen Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) erfasst werden sollen. Während der Testphase werden Restmülltonnen zu zufälligen Zeitpunkten geleert – und nicht nach dem üblichen Fahrplan. Die Behörden betonen jedoch, dass alle anderen Abfallentsorgungen wie gewohnt stattfinden.

Im Mittelpunkt der Studie stehen die fossilen CO₂-Emissionen, die bei der Verbrennung von Abfällen im Müllheizkraftwerk Solingen entstehen. Der Betreiber TBS muss für diese Emissionen gemäß den nationalen Vorschriften Zertifikate erwerben. Um eine faire Abrechnung zu gewährleisten, wird die Untersuchung die Zusammensetzung des Abfalls durch Stichproben analysieren.

Ausgewählte Haushalte werden an unvorhersehbaren Tagen ihren Restmüll abholen lassen. Statt die Tonnen auszutauschen, werden die Inhalte in große Behälter umgefüllt. Ein spezialisiertes Institut sortiert und untersucht die Abfälle anschließend im Labor.

Der Prozess bleibt anonym – eine Rückverfolgung der Ergebnisse auf einzelne Haushalte ist nicht möglich. Die teilnehmenden Grundstücke werden zufällig ausgewählt, um eine ausgewogene und repräsentative Datengrundlage zu schaffen.

Die Erkenntnisse sollen dazu beitragen, die Emissionsabrechnung im Rahmen des Handelssystems anzupassen. Ziel ist mehr Transparenz in der Abfallwirtschaft. Während der gesamten Studie bleiben die regulären Abfuhrtermine für alle anderen Abfallarten unverändert.