Rheinmetall verkauft Automotive-Sparte und setzt voll auf Rüstung
Krzysztof LöfflerRheinmetall trennt sich von Autozulieferungsgeschäft - Rheinmetall verkauft Automotive-Sparte und setzt voll auf Rüstung
Rheinmetall verkauft Automotive-Sparte – Fokus auf Rüstung
Rheinmetall verkauft Automotive-Sparte – Fokus auf Rüstung
Rheinmetall verkauft Automotive-Sparte – Fokus auf Rüstung
- Dezember 2025, 23:30 Uhr
Rheinmetall trennt sich von seinem Automotive-Zuliefergeschäft, um sich stärker auf den Rüstungssektor zu konzentrieren. Der Schritt ist Teil der strategischen Neuausrichtung des Konzerns hin zu Militär- und Sicherheitstechnologien. Zwei potenzielle Käufer führen bereits Verhandlungen über die Übernahme der Sparte.
Zum Verkauf steht ein Geschäftsbereich, der Komponenten für die Automobilzuliefererkette sowie den Energiesektor umfasst. Rheinmetall hat bestätigt, dass die Einheit Power Systems inklusive ihrer Tochtergesellschaften in der Finanzberichterstattung künftig als „eingestellte Aktivitäten“ ausgewiesen wird.
Verhandlungen laufen mit zwei Interessenten: der kanadischen Beteiligungsgesellschaft Onex und dem Automobilzulieferer Miba. Eine finale Einigung wird bis zum ersten Quartal 2026 erwartet.
Mit dem Verkauf will Rheinmetall seine Ausrichtung auf den Rüstungsbereich schärfen. Für die verbleibenden Geschäftsbereiche hat das Unternehmen ehrgeizige Finanzziele für 2025 gesetzt. Der Umsatz soll um 30 bis 35 Prozent steigen – von 7,7 Milliarden Euro im Jahr 2024. Auch die operative Marge soll zulegen und zwischen 18,5 und 19,0 Prozent liegen, nach 18,0 Prozent im Vorjahr.
Die Veräußerung der Automotive-Sparte soll das Geschäftsmodell von Rheinmetall auf den Rüstungssektor zuschneiden. Die Finanzprognosen des Konzerns deuten auf ein kräftiges Wachstum im Kerngeschäft hin. Ein Deal mit Onex oder Miba könnte bereits im kommenden Jahr unter Dach und Fach sein.