Radrennfahrer rast mit 59 km/h durch 30er-Zone bei Schule und Schwimmbad
Anatol FrankeRadrennfahrer rast mit 59 km/h durch 30er-Zone bei Schule und Schwimmbad
Radschnellfahrer in Nachrodt-Wiblingwerde mit fast doppelter Höchstgeschwindigkeit geblitzt
Ein Radfahrer in Nachrodt-Wiblingwerde ist mit nahezu doppelter erlaubter Geschwindigkeit kontrolliert worden. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe einer Schule, einer Sporthalle und eines Schwimmbads, wo eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h gilt. Beamte maßen eine Geschwindigkeit von 59 km/h – damit gehörte der Radler zu den schnellsten Verkehrsteilnehmern bei einer aktuellen Kontrollaktion.
Unterdessen sorgen Fehler in Geschwindigkeitsmesssystemen anderswo für Verwirrung. In Berlin wurden aufgrund eines Datenfehlers über 2.000 falsche Bescheide verschickt, während ein Tippfehler in Köln dazu führte, dass ein Autofahrer statt 75 Euro plötzlich 7.500 Euro zahlen sollte.
Die überhöhte Geschwindigkeit des Radfahrers wurde bei einer Routinekontrolle in einer Zone festgestellt, in der häufig Kinder und Fußgänger unterwegs sind. Zwar gibt es keine offiziellen Statistiken, die Verstöße von Radfahrern gegen Tempolimits separat erfassen, doch 2024 verzeichnete Deutschland über 93.000 Fahrradunfälle mit Verletzten und 445 getötete Radfahrer. Ob die hohe Geschwindigkeit eine konkrete Gefahr darstellte, steht noch nicht fest – bei einer entsprechenden Bewertung könnte jedoch ein Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg drohen.
Bußgelder für zu schnelle Radfahrer liegen in der Regel zwischen 15 und 35 Euro, die genaue Strafe in diesem Fall ist jedoch noch unklar. Der Vorfall zeigt: Tempolimits gelten für alle Verkehrsteilnehmer – auch für Radfahrer.
Technische Pannen bei Geschwindigkeitskontrollen
In anderen Regionen gab es technische Probleme bei der Geschwindigkeitsüberwachung. In Berlin führte ein Datenfehler dazu, dass über 2.000 falsche Geschwindigkeitsverstöße verschickt wurden. Ein Autofahrer erhielt etwa das Foto eines Mannes in einem Škoda – obwohl er selbst in einem Porsche geblitzt worden war. Ein weiterer Fehler in Köln sorgte dafür, dass ein Fahrzeughalter wegen eines fehlenden Kommas statt 75 Euro plötzlich 7.500 Euro zahlen sollte.
In Leipzig platzierten Unbekannte ein gefälschtes Tempolimit-Schild auf der A3 und lockten Autofahrer so in eine Radarfalle. Der Streich sorgte für Verwirrung, blieb aber ohne Verletzte. Auf der A9 wiederum wurde eine Frau mit 150 Euro bestraft, weil sie auf dem Rücksitz eines Autos zu schnell unterwegs war – ein Fall, der Fragen zur Haftung in solchen Situationen aufwirft.
Der Fall aus Nachrodt-Wiblingwerde macht deutlich: Auch Radfahrer müssen sich an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten – besonders in Risikobereichen. Zwar sind die Bußgelder für zu schnelle Radfahrer vergleichsweise niedrig, doch bei nachgewiesener Gefährdung können die Strafen steigen. Die jüngsten Pannen in Berlin und Köln zeigen zudem, wie wichtig präzise und faire Verkehrsüberwachung ist.






