21 January 2026, 17:30

Polizei testet neues Einsatzmodell in vier Kommunen für schnellere Reaktionen

Eine Gruppe von Polizisten in Helmen steht vor einem großen Gebäude mit Fenstern, Säulen und Bögen, umgeben von einem Metallzaun, mit Fahrzeugen auf der Straße, einer Ampel, Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Polizei testet neues Einsatzmodell in vier Kommunen für schnellere Reaktionen

Ein Polizeipilotprojekt zur Verbesserung der Einsatzzeiten und der Präsenz auf den Straßen wird auf vier Kommunen ausgeweitet. Der Versuch, der bereits seit November in Jüchen läuft, wird ab dem 1. März auch in Korschenbroich, Kaarst und Meerbusch eingeführt. Die Behörden betonen, dass die Änderungen die Polizeipäsenz in jedem Gebiet mindestens auf dem bisherigen Niveau halten – oder sogar erhöhen werden.

Die erste Phase in Jüchen hat bereits vielversprechende Ergebnisse gezeigt. Beamte berichten von mehr Zeit für Einsätze, größerer Flexibilität und einer besseren Sichtbarkeit auf den Straßen. Die Streifenwagen im Kreis werden zwar zentral von Grevenbroich aus eingesetzt, doch die Polizeipäsenz bleibt auf dem Stand vor dem Pilotprojekt.

Vom 1. März bis Ende Mai wird der Testbetrieb auf Korschenbroich, Kaarst und Meerbusch ausgeweitet. In Kaarst werden die Streifenwagen für alle drei Kommunen von der Polizeidienststelle Kaarst aus operieren. Dieser zentralisierte Ansatz soll unnötige Fahrten reduzieren, damit Beamte schneller am Einsatzort eintreffen und die Reaktionszeiten optimiert werden. Korschenbroich und Meerbusch folgen einem ähnlichen Modell: Auch ihre Streifenwagen werden von Kaarst aus eingesetzt, ohne dass die lokale Polizeipäsenz abnimmt. Das Team der Gemeindepolizei in Meerbusch arbeitet wie gewohnt weiter, sodass vertraute Gesichter weiterhin vor Ort präsent sind. Während des Pilotprojekts werden die Dienststellen in Jüchen, Korschenbroich und Meerbusch von Kaarst aus verwaltet. Im Fokus steht die Optimierung – nicht die Verringerung – der Polizeipäsenz. Die Leistung wird während der Testphase genau überwacht, und bei Bedarf werden Anpassungen auf Basis von Echtzeit-Rückmeldungen vorgenommen.

Die erweiterte Testphase läuft bis Ende Mai und umfasst vier Kommunen mit einem zentralisierten Streifensystem. Bei Erfolg könnte das Modell langfristig die Art und Weise verändern, wie die lokale Polizei ihre Ressourcen einsetzt. Den Bürgern wird versichert, dass die Sichtbarkeit der Beamten und die Einsatzzeiten mindestens gleich bleiben – oder sich sogar verbessern werden.