04 February 2026, 21:22

Nur 17 Prozent der Männer nutzen die lebensrettende Prostatakrebs-Vorsorge

Eine Schwarz-Weiß-MRI-Aufnahme des Abdomens eines Mannes, die auf die Prostata fokussiert ist und detaillierte anatomische Strukturen zeigt.

Wann sollten Sie dringend einen Urologen aufsuchen - Nur 17 Prozent der Männer nutzen die lebensrettende Prostatakrebs-Vorsorge

Prostatakrebs bleibt die häufigste Krebserkrankung bei Männern und die zweit tödlichste. Dennoch nehmen nur etwa 17 Prozent der Männer regelmäßig urologische Vorsorgeuntersuchungen wahr. Viele meiden die Termine aus Unbehagen gegenüber den Untersuchungen oder schlicht aus Zeitmangel.

Ärzte empfehlen mittlerweile den PSA-Bluttest als Hauptmethode zur Früherkennung von Prostatakrebs. Damit wird die ältere Methode der körperlichen Untersuchung ersetzt. Männern wird geraten, den ersten Test Mitte 40 durchzuführen, um einen Basiswert zu ermitteln und das persönliche Risiko einzuschätzen.

Ein PSA-Wert von 1,5 oder darunter bedeutet, dass die nächste Untersuchung erst in fünf Jahren nötig ist. Werte zwischen 1,5 und 3 erfordern alle zwei Jahre eine Kontrolle. Jeder Wert über 3 muss weiter abgeklärt werden. Auch ein starker Anstieg des PSA-Spiegels kann auf Krebs hindeuten.

Andere urologische Krebsarten – etwa in Blase, Nieren oder Hoden – zeigen oft keine frühen Symptome. Das macht regelmäßige Vorsorge umso wichtiger.

Genauere Zahlen zur PSA-Testung in Deutschland für das Jahr 2023 liegen nicht vor. Zwar wurden 79.600 Neuerkrankungen an Prostatakrebs registriert, doch wie viele Männer tatsächlich an Früherkennungsuntersuchungen teilnehmen, bleibt unklar.

Der Wechsel zur PSA-Testung soll die frühe Erkennung von Prostatakrebs verbessern. Männern wird empfohlen, ab Mitte 40 mit den Screenings zu beginnen, um ihr Risiko im Blick zu behalten. Ohne regelmäßige Kontrollen können Tumore in Prostata und Harnwegen unbemerkt bleiben, bis sie nur noch schwer behandelbar sind.