Münster schließt zwei Kitas wegen sinkender Nachfrage und Geburtenrückgang
Karlheinz MiesMünster schließt zwei Kitas wegen sinkender Nachfrage und Geburtenrückgang
Münster plant die Schließung von zwei Kitas aufgrund eines wachsenden Überangebots an Betreuungsplätzen. Der Beschluss folgt auf sinkende Geburtenraten und den Wegzug von Familien, wodurch die Nachfrage zurückging. Im März nächsten Jahres sollen die Pläne von den Verantwortlichen abgestimmt werden.
Betroffen sind die Einrichtung in der Killingstraße im Stadtteil Kinderhaus sowie die Kita in der Alten Schule in Mecklenbeck. Falls die Schließungen genehmigt werden, enden die Betreuungen dort am 1. August 2026. Die Kinder aus der Killingstraße – insgesamt 29 – können stattdessen in die nahegelegene Kita Brüningheide wechseln.
Als Gründe für das Überangebot nennt die Stadt sinkende Geburtenzahlen und den Wegzug von Familien. Verschärft wurde die Situation durch neu eröffnete Kitas in Entwicklungsgebieten, in die bisher kaum Familien gezogen sind. Trotz der Schließungen wird Münster weiterhin jährlich 1,6 Millionen Euro für unterbelegte Einrichtungen aufwenden. Der Stadtrat stimmt am 25. März 2026 über die Pläne ab. Insgesamt sind über 50 Kinder von den beiden Schließungen betroffen.
Ziel der geplanten Maßnahmen ist es, das Überangebot an Betreuungsplätzen in Münster abzubauen. Familien, deren Kinder die betroffenen Kitas besuchen, müssen sich nach Alternativen umsehen. Die endgültige Entscheidung fällt nach der Abstimmung im März.