Mönchengladbachs Drama: Zwei-Tore-Vorsprung gegen Stuttgart verspielt – Watzkes emotionaler Abschied
Anatol FrankeMönchengladbachs Drama: Zwei-Tore-Vorsprung gegen Stuttgart verspielt – Watzkes emotionaler Abschied
Borussia Mönchengladbach verspielt Zwei-Tore-Führung – 3:3 gegen den VFB Stuttgart im letzten Heimspiel unter CEO Watzke
Borussia Mönchengladbach hat in seinem ersten Heimspiel seit vier Wochen eine 2:0-Führung aus der Hand gegeben und am Ende nur ein 3:3 gegen den VFB Stuttgart erreicht. Die Partie markierte das Ende einer Ära: Der scheidende Vorstandsvorsitzende Hans-Joachim Watzke erlebte sein letztes Spiel in dieser Funktion, bevor er sein Amt abgibt. Zudem trübten bundesweite Fanproteste die Stimmung im Signal Iduna Park.
Die Mönchengladbacher begannen stark und gingen mit einem 2:0 in die Halbzeitpause. Emre Can verwandelte einen Elfmeter, Maximilian Beier erhöhte auf 2:0 und brachte die Gastgeber in Front. Doch nach dem Seitenwechsel kämpfte sich Stuttgart zurück – Deniz Undav gelang mit einem Hattrick der Ausgleich.
Das Remis verlängerte Mönchengladbachs sieglose Serie auf zwei Spiele, nachdem man zuvor bereits 1:1 gegen den HSV gespielt hatte. Zudem blieb es die siebte Begegnung in Folge ohne Sieg gegen Stuttgart in allen Wettbewerben. Späte Wechsel, darunter die Einwechslung von Karim Adeyemi, brachten keine Wende mehr.
Abseits des Platzes endet Watzkes Amtszeit als Sprecher des BVB-Vorstands. Am Sonntag soll er auf der Mitgliederversammlung zum neuen Vereinspräsidenten gewählt werden. Sportdirektor Lars Ricken bezeichnete seinen Abschied bereits als emotionalen Moment für den Klub.
Das Spiel fand vor dem Hintergrund landesweiter Fanproteste gegen neue politische Sicherheitsmaßnahmen statt. Die Demonstrationen sorgten für eine gedämpfte Atmosphäre im Stadion und verstärkten die Frustration über eine weitere verpasste Chance.
Mönchengladbach bleibt damit in den letzten beiden Spielen ohne Sieg, während Stuttgarts Aufholjagd Watzke den Abschiedssieg verwehrte. Nun richtet sich der Fokus auf die Mitgliederversammlung am Sonntag, wo seine neue Rolle als Präsident bestätigt werden soll. Unterdessen muss sich die Mannschaft nach einem weiteren enttäuschenden Ergebnis gegen Stuttgart neu sortieren.