20 January 2026, 12:55

Malteser-Klinik in Münster hilft unversicherten Patienten in Notlagen

Ein Schwarz-Weiß-Bild von Greenwich Hospital in London, England, mit Booten auf dem Wasser, Menschen in den Booten und Gebäuden im Hintergrund, mit Text am unteren Rand des Bildes.

Malteser-Klinik in Münster hilft unversicherten Patienten in Notlagen

Malteser-Klinik in Münster versorgt unversicherte Patienten mit dringender medizinischer Hilfe

Eine von der Malteserhilfe betriebene Klinik in Münster bietet unversicherten Patienten lebenswichtige medizinische Versorgung. Im vergangenen Jahr suchten rund 140 Menschen die Einrichtung auf – ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Freiwillige Ärzte, darunter der 74-jährige Dr. Ansgar Russell, stellen zweimal wöchentlich ihre Dienste für Bedürftige zur Verfügung.

Die Klinik hat jeden Dienstag und Donnerstag geöffnet und behandelt Patienten mit Beschwerden von Zahnschmerzen und Rückenschmerzen bis hin zu Bluthochdruck und Herzerkrankungen. Auch Schwangerschaftsvorsorge wird angeboten. Viele der Hilfesuchenden verfügen über keinen gesicherten Aufenthaltsstatus, andere sind Selbstständige in finanziellen Notlagen.

Die Patienten kommen aus unterschiedlichen Herkunftsländern und reisen nicht nur aus Münster an, sondern auch aus benachbarten Städten wie Hamm, Borken und Emsdetten. Einige haben weite Wege hinter sich – aus Ländern wie Serbien, dem Kosovo oder Ghana –, während andere aus der lokalen deutschen Bevölkerung stammen. Dr. Russell, einer von neun ehrenamtlichen Ärzten, engagiert sich seit Jahren in dieser Arbeit. Für ihn ist es eine tiefe Erfüllung, Menschen zu helfen, die sonst kaum Zugang zu medizinischer Behandlung hätten. Die Klinik bleibt für viele, die durch die Raster des Gesundheitssystems fallen, eine unverzichtbare Anlaufstelle.

Die Malteser-Klinik in Münster versorgt weiterhin eine wachsende Zahl unversicherter Patienten. Mit 140 Behandlungen im vergangenen Jahr bleibt die Nachfrage nach kostenloser medizinischer Hilfe bestehen. Dank des Einsatzes der ehrenamtlichen Ärzte erhalten auch sozial benachteiligte Menschen die Behandlung, die sie sich sonst nicht leisten könnten.