07 February 2026, 11:11

Lünen gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus mit bewegendem Marsch durch die Stadt

Ein Denkmal f"{u}r Holocaust-Opfer steht in einem Stadtplatz, mit einem Baum davor, einem Topfpflanze, verstreuten trockenen Bl"{a}ttern, Geb"{a}uden, Fahrzeugen, Polen, B"{a}umen und dem Himmel im Hintergrund.

Lünen gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus mit bewegendem Marsch durch die Stadt

Rund 100 Menschen versammelten sich am 27. Januar in Lünen zu einem feierlichen Gedenkmarsch. Die Veranstaltung markierte den bundesweiten Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Die Teilnehmer ehrten die Verfolgten des NS-Regimes mit einer Reihe von Stationen in der gesamten Stadt.

Der Marsch begann auf dem Evangelischen Friedhof an der Kirchhofstraße, wo Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg eine Eröffnungsrede hielt. Sie erinnerte an die Befreiung Auschwitz' im Jahr 1945 und betonte die Bedeutung lokaler Gedenkinitiativen.

Die Route führte zu zentralen Orten wie der Viktoriaschule, dem Hauptbahnhof und mehreren Standorten von Stolpersteinen. An jeder Station teilten Vertreter der organisierenden Gruppen – darunter die Initiative Stolpersteine Lünen, das Stadtmuseum und lokale Gästeführer – historische Einblicke und Perspektiven zur Erinnerungskultur.

Musikalisch begleitet wurde der Zug vom Lünen-Süd Blechbläserensemble. Der letzte Halt war das Holocaust-Mahnmal an der Lippe, bevor sich die Teilnehmer im Gemeinschaftszentrum St. Georg zum Abschluss trafen.

Bürgermeisterin Förster-Teutenberg unterstrich später die gesellschaftliche Verantwortung, diese Erinnerungen im öffentlichen Raum präsent zu halten. Zwar engagiert sich die Lünener Stolpersteine-Initiative seit mindestens 2013, doch geben die aktuellen Unterlagen keine genaue Auskunft über die Anzahl der verlegten Steine oder die damit geehrten Personen.

Der Gedenkmarsch vereinte Anwohner, Historiker und Musiker, um der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. Die Veranstalter hoben die Rolle der öffentlichen Erinnerung für die Bewahrung der Geschichte hervor. Die Aktion bekräftigte Lünens Engagement, diese Akte des Gedenkens in der Stadt lebendig zu halten.