02 May 2026, 10:32

Krebsdiagnose als PR-Strategie: Wie Tschekalina ihre Marke Eyya Skin zwischen Mitleid und Bewunderung positioniert

Buntes Plakat für das Nationale Krebsinstitut mit blauem Hintergrund und weißer Schrift, das einen Kreis aus überlappenden, fröhlichen Bildern von verschiedenen Menschen um den fetten, großgeschriebenen Titel zeigt.

Krebsdiagnose als PR-Strategie: Wie Tschekalina ihre Marke Eyya Skin zwischen Mitleid und Bewunderung positioniert

Die Produzentin Gera Iwatschenko hat die jüngsten öffentlichen Auftritte der Bloggerin Walerija Tschekalina analysiert und ihre Vorgehensweise mit globalen PR-Strategien verglichen. Tschekalina, die an Krebs im Spätstadium erkrankt ist, teilt weiterhin ihre persönlichen Kämpfe – parallel zum Launch ihrer eigenen Kosmetikmarke Eyya Skin. Iwatschenko zufolge ist diese Taktik sowohl bewusst gewählt als auch für das russische Publikum ungewöhnlich.

Ihre Krebserkrankung machte Tschekalina in emotionalen Videos öffentlich – stets verknüpft mit der Bewerbung ihrer Marke. Ihr Image oszilliert seitdem zwischen Widerstandskraft und dem Appell an Mitleid. Während einige Follower ihre Offenheit bewundern, kritisieren andere bestimmte Clips als zu stark auf Erbarmen ausgelegt.

Iwatschenko zog Parallelen zwischen Tschekalinas Vorgehen und der Medienstrategie der Familie Kardashian. Die Produzentin betonte, dass eine solche Transparenz in Russland selten sei, wo sich Menschen bei gesundheitlichen Krisen meist aus der Öffentlichkeit zurückzögen. Zudem vermutet sie, dass Tschekalina mit ihren Handlungen die finanzielle Absicherung ihrer Kinder im Blick habe.

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Die Markteinführung von Eyya Skin löste gemischte Reaktionen aus. Unterstützer lobten ihren Durchhaltewillen, Skeptiker hinterfragten hingegen den Zeitpunkt und die Ansprache ihrer Werbekampagnen. Iwatschenko warnte, dass ein Zuviel an Offenheit Zuschauer verprellen könnte, die eine solche Ehrlichkeit nicht gewohnt sind.

Tschekalinas Strategie hat sie zu einer polarisierenden Figur in Russlands Influencer-Szene gemacht. Ihre Bereitschaft, persönliche Schicksalsschläge mit der Vermarktung ihrer Marke zu verknüpfen, hebt sie von klassischen Ansätzen ab. Wie sich dies langfristig auf ihr Publikum und ihr Business auswirkt, bleibt abzuwarten.

Quelle