07 February 2026, 07:01

Kölns Gesundheitssektor startet mit Circular.Care.Köln die Abfallwende

Ein grüner Dreieck mit weißem Hintergrund und einem grünen Recycling-Symbol in der Mitte.

Kölns Gesundheitssektor startet mit Circular.Care.Köln die Abfallwende

Köln startet Umweltinitiative Circular.Care.Köln für weniger Abfall und Emissionen im Gesundheitssektor

Köln hat eine neue Umweltinitiative mit dem Namen Circular.Care.Köln ins Leben gerufen, um Abfall und Emissionen im Gesundheitsbereich zu reduzieren. Das Projekt ist das erste seiner Art in der Region, an dem sich lokale Krankenhäuser beteiligen, und zielt darauf ab, das Abfallmanagement, die Beschaffung und den Ressourceneinsatz in medizinischen Einrichtungen der Stadt grundlegend zu verändern.

Bisher hatten weder Krankenhäuser noch Kliniken in Köln Kreislaufwirtschaftsstrategien umgesetzt. Der Gesundheitssektor gehört nach wie vor zu den größten Verursachern von Abfall und Treibhausgasen – allein das Städtische Klinikum Köln produziert jährlich rund 1.000 Tonnen Müll. Nun arbeitet die Stadt gemeinsam mit dem Klinikum und dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie daran, dies zu ändern.

In der ersten Phase konzentriert sich die Initiative auf das Städtische Klinikum. Dort werden Abfallsysteme umgestaltet und nachhaltige Beschaffungsprozesse eingeführt. Die Mitarbeiter spielen eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der neuen Arbeitsabläufe. Später sollen auch andere Gesundheitseinrichtungen eingeladen werden, eigene Klimaschutzmaßnahmen zu entwickeln.

Das Projekt wird aus EU-Mitteln sowie vom Umweltministerium Nordrhein-Westfalens gefördert und läuft von November 2025 bis Oktober 2028. Jeder Partner übernimmt 10 % der Kosten. Ziel ist es, Abfall zu verringern, das Recycling zu steigern, den Energieverbrauch zu senken und CO₂-Emissionen zu reduzieren – gleichzeitig sollen Beschaffungs- und Entsorgungskosten gesenkt werden.

Über die Abfallreduzierung hinaus soll die Initiative Innovationen anstoßen: Sie fördert nachhaltiges Produktdesign, stärkt regionale Lieferketten und schafft neue Geschäftsmodelle. Köln hat bereits in früheren Projekten wie Krankenhaus to go und Akademie to go bewiesen, dass Kreislaufwirtschaftskonzepte praxistauglich sind.

In den kommenden drei Jahren werden in Kölns Gesundheitswesen neue Ansätze für Abfall, Energie und Beschaffung erprobt. Bei Erfolg könnten die entwickelten Methoden auch von anderen Krankenhäusern und Kliniken in der Region übernommen werden. Die Stadt hofft, damit einen Standard für nachhaltige medizinische Abläufe zu setzen – bei gleichzeitiger Kostensenkung und geringerer Umweltbelastung.