Känguru-Chili in Erlanger Mensa löst hitzige Debatten und Begeisterung aus
Karlheinz MiesKänguru-Fleisch in der Universitäts-Mensa stößt nicht bei allen auf Gegenliebe - Känguru-Chili in Erlanger Mensa löst hitzige Debatten und Begeisterung aus
Känguru-Chili in der Mensa der Uni Erlangen sorgt für Aufsehen und Diskussionen
In der Mensa der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen stand kürzlich Känguru-Chili auf dem Speiseplan – und löste damit sowohl Neugier als auch Kontroversen aus. Das Gericht war innerhalb kürzester Zeit ausverkauft: Alle 400 Portionen wurden von Studierenden und Mitarbeitenden begeistert aufgenommen. Während einige den Geschmack lobten, stießen andere sich am Gedanken daran – eine hitzige Online-Debatte war die Folge.
Serviert wurde das Känguru-Chili in der Mensa am Langemarckplatz, kombiniert mit Basmatireis. Zwar hagelte es positive Rückmeldungen von denen, die es probierten, doch die Meinungen blieben gespalten. Ein Reddit-Beitrag über das Gericht ging viral und zog Kommentare aus dem gesamten Netz nach sich – darunter auch vom Autor Marc-Uwe Kling, dessen Känguru-Chroniken das Tier als Hauptfigur ins Zentrum stellen.
Kein Einzelfall: Kängurufleisch findet sich bereits seit einigen Jahren auf deutschen Speisekarten. Restaurants wie das Ayers Rock in Dresden servieren etwa Känguru-Currywurst und -Steaks, die bei Gästen gut ankommen. My Stolz Burger in München und Unterhaching bietet einen Burger mit 100 Prozent Kängurupatty an, und auch die Uni-Mensa in Nürnberg hatte bereits eine eigene Variante des Känguru-Chilis im Angebot. Trotz gemischter Reaktionen unter Studierenden deutet der Trend auf eine wachsende Akzeptanz des Fleisches in Deutschland hin.
Doch das Experiment der Erlanger Mensa blieb polarisierend. Einige Gäste schwärmten vom Geschmack des Chilis, andere lehnten die Idee von vornherein ab. Die Diskussion erreichte sogar die sozialen Medien, wo sie von kulinarischer Neugier bis hin zu ethischen Bedenken reichte.
Dass das Känguru-Chili so schnell vergriffen war, zeigt das große Interesse an ungewöhnlichen Fleischsorten. Die geteilten Reaktionen machen jedoch deutlich, dass ungewöhnliche Zutaten nach wie vor für Zündstoff sorgen. Vorerst bleibt das Gericht jedenfalls Gesprächsthema – auf dem Campus wie im Netz.