K-Messe 2025: Europas Kunststoffbranche kämpft um globale Marktanteile gegen China
Krzysztof LöfflerChina verkauft deutlich mehr Maschinen für die Kunststoffproduktion - K-Messe 2025: Europas Kunststoffbranche kämpft um globale Marktanteile gegen China
Die K-Messe, Leitveranstaltung der Kunststoff- und Kautschukindustrie, öffnet diesen Mittwoch in Düsseldorf ihre Tore. Bis zum 15. Oktober präsentieren sich dort rund 3.200 Aussteller und locken über 180.000 Besucher an. Die Messe findet zu einer Zeit statt, in der sich die globalen Marktanteile in der Branche verschieben.
Europas Rolle bei der Herstellung von Maschinen für Kunststoffe und Kautschuk hat in den vergangenen Jahren an Gewicht verloren. 2023 betrug der Anteil am Weltmarkt noch 43 Prozent – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu früheren Jahrzehnten. Allein Deutschland vereint etwa die Hälfte des europäischen Geschäfts auf sich: Die hiesige Produktion war im vergangenen Jahr 17,7 Milliarden Euro wert.
China hingegen hat seinen Einfluss rasant ausgebaut. Sein Anteil am globalen Absatz in diesem Sektor stieg von nur vier Prozent im Jahr 2000 auf 32 Prozent im Jahr 2024. Die USA verzeichneten im gleichen Zeitraum dagegen einen Rückgang von 18 auf sieben Prozent.
In Deutschland entfällt der größte Teil des Kunststoffverbrauchs auf Verpackungen, die 30 Prozent der Nachfrage ausmachen. Es folgen der Bausektor mit 24 Prozent und der Fahrzeugbau mit elf Prozent. Auch das Recycling gewinnt an Bedeutung: 2023 stammten bereits etwa 20 Prozent der Kunststoffproduktion aus Kreislaufmaterialien – vor allem durch mechanisches Recycling.
Die K-Messe wird sowohl die Herausforderungen als auch die Chancen der Branche in den Fokus rücken. Angesichts des wachsenden Marktanteils Chinas und des schwindenden europäischen Einflusses bietet die Veranstaltung Unternehmen eine Plattform, um Innovationen zu präsentieren. Über 3.200 Aussteller stellen in Düsseldorf ihre neuesten Produkte einem internationalen Publikum vor.






