Hochrisiko-Spiel in Gelsenkirchen: Polizei bereitet Großalarm für Schalke gegen Dynamo Dresden vor
Anatol FrankeHochrisiko-Spiel in Gelsenkirchen: Polizei bereitet Großalarm für Schalke gegen Dynamo Dresden vor
Polizei in Gelsenkirchen bereitet sich auf Hochrisiko-Spiel in der 2. Bundesliga vor
Die Polizei in Gelsenkirchen rüstet sich für das als hochriskant eingestufte Zweitligaspiel zwischen dem FC Schalke 04 und der SG Dynamo Dresden. Die Begegnung, die am 7. Februar 2026 in der Veltins-Arena stattfindet, erfordert einen großangelegten Sicherheitseinsatz. Die Behörden ergreifen zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen, um die Sicherheit innerhalb und außerhalb des Stadions zu gewährleisten.
Anpfiff ist um 13:00 Uhr. Unter der Leitung von Polizeidirektor Karsten Plenker wird der Einsatz koordiniert. Er bezeichnete die Partie als Großereignis und rechnet mit einer emotional aufgeladenen Stimmung. Mehrere hundert Beamte werden im gesamten Stadtgebiet im Einsatz sein, um Menschenmengen zu lenken und Ausschreitungen zu verhindern.
Dresdner Fans, die mit der Bahn anreisen, werden mit polizeibegleiteten Pendelbussen direkt zum Stadion gebracht. Diese Maßnahme soll das Risiko von Zusammenstößen zwischen rivalisierenden Fangruppen verringern. Im Stadion gelten strenge Regeln: Pyrotechnik ist verboten, Verstöße werden strafrechtlich verfolgt.
Im Gästebereich wird kein Alkohol verkauft – eine Entscheidung, die die Gefahr von Unruhen mindern soll. Die Polizei hat zudem einen Brief an die organisierten Dresdner Fangruppen gerichtet, in dem das erwartete Verhalten dargelegt wird. Das Schreiben ist auf der Website der Gelsenkirchener Polizei abrufbar.
Zwar gibt es zwischen Schalke- und Dresden-Anhängern keine jüngere Geschichte schwerer Gewalt, doch Vorfälle mit Dynamo-Dresden-Fans in der Vergangenheit geben Anlass zur Sorge. Bei einem früheren Zweitligaspiel gegen den 1. FC Magdeburg wurden über 70 Beamte verletzt, es kam zu Angriffen mit schweren Gegenständen und Ermittlungen wegen versuchten Mordes. Diese Ereignisse haben dazu beigetragen, dass die anstehende Partie als Hochrisiko-Spiel eingestuft wurde.
Der Einsatz umfasst eine verstärkte Polizeipräsenzen vor, während und nach dem Spiel. Fans wurden über die Konsequenzen bei Verstößen gegen die Stadionregeln – insbesondere im Umgang mit Pyrotechnik – aufgeklärt. Die Behörden hoffen, dass diese Maßnahmen einen sicheren und störungsfreien Ablauf des Spiels ermöglichen.