Herbert Grönemeyer erhält Nationalpreis für sein demokratisches Engagement
Krzysztof LöfflerHerbert Grönemeyer erhält Nationalpreis für sein demokratisches Engagement
Herbert Grönemeyer ist mit dem Nationalpreis der Deutschen Nationalstiftung für sein gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet worden. Die Ehrung würdigt seinen Einsatz für eine lebendige Demokratie. Das Preisgeld beträgt insgesamt 50.000 Euro.
Der 70-Jährige kritisierte in seiner Rede Politiker für ihre mangelnde Kommunikation mit der Bevölkerung in den vergangenen zwei Jahrzehnten. Er verglich deren Dialogverweigerung mit Fußballspielern, die sich auf dem Platz nicht abstimmen. Besonders hob er hervor, dass die Bundeskanzler Angela Merkel und Olaf Scholz zu zentralen Themen geschwiegen hätten.
Bei der Preisverleihung rief Grönemeyer die Zivilgesellschaft zum Handeln auf. Er forderte die Gründung einer Bewegung, in der Menschen sich gegenseitig unterstützen. Der mit dem Preis verbundene Förderpreis zeige Projekte auf, die den Zusammenhalt unter jungen Menschen stärken.
Grönemeyer betonte zudem seine Verantwortung gegenüber kommenden Generationen. Diese Aufgabe nehme er mit Zuversicht an und lehne eine von Ängsten geprägte Zukunftsvision ab.
Der Deutsche Nationalpreis wird jährlich an Persönlichkeiten verliehen, die demokratische Werte stärken. Grönemeyers Auszeichnung spiegelt sein langjähriges gesellschaftliches Engagement wider. Das Preisgeld fließt in Initiativen, die seiner Vision einer solidarischen Gesellschaft entsprechen.






