Henrietta, die abenteuerlustige Henne, eroberte den Münchner Hauptbahnhof
Karlheinz MiesHenrietta, die abenteuerlustige Henne, eroberte den Münchner Hauptbahnhof
Eine entlaufene Henne sorgt für Aufsehen am Münchner Hauptbahnhof der Deutschen Bahn
Letzten Freitagabend verursachte eine abenteuerlustige Henne am Münchner Hauptbahnhof der Deutschen Bahn für Aufregung. Das Tier, das später den Namen Henrietta erhielt, wurde zwischen den Gleisen der Bahn umherlaufend gesichtet. Da sich kein Besitzer vor Ort fand, griff die Bundespolizei ein, um das Federvieh in Sicherheit zu bringen.
Der ungewöhnliche Vorfall begann, als Beamte die Henne in der Nähe der Gleise der Bahn entdeckten. Da kein Halter auffindbar war, nahmen sie das Tier vorläufig in Obhut. Die Polizisten versorgten Henrietta mit Haferbrei und gaben ihr während der Suche nach Hinweisen ihren Namen.
Bald stellte sich heraus, dass Henrietta bereits eine abenteuerliche Vergangenheit hatte. Ihre Besitzerin, eine junge Frau, die Hühner als Hobby hält, hatte bereits zuvor vor der Neigung des Tieres gewarnt, in offene Lieferwagen der Deutschen Bahn zu hüpfen. Diese "Anhalter"-Gewohnheit hatte sie vermutlich auch diesmal bis zum Bahnhof gebracht.
Am folgenden Morgen wurde Henrietta an den Vogelnotdienst Olching, einen örtlichen Vogelschutzverein, übergeben. dessen Leiter Gerhard Wendl kümmerte sich drei Tage lang um sie. Unterdessen konnten die Behörden die verzweifelt suchende Besitzerin ausfindig machen.
Henriettas kurzer Aufenthalt bei Polizei und Rettungsstation endete mit einem Happy End: Nach ihrem unerwarteten Abstecher am Bahnhof der Deutschen Bahn wurde sie wohlbehalten mit ihrer Besitzerin wiedervereint. Der Fall konnte ohne weitere Zwischenfälle abgeschlossen werden.