Großrazzia gegen Schwarzarbeit und Mindestlohn-Betrug in der Sicherheitsbranche
Anatol FrankeGroßrazzia gegen Schwarzarbeit und Mindestlohn-Betrug in der Sicherheitsbranche
Großrazzia gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung in der Sicherheitsbranche
In Deutschland hat eine großangelegte Kontrollwelle gegen undeclarierte Arbeit und illegale Beschäftigung im Sicherheits- und privaten Schutzgewerbe begonnen. Die Zollfahndung für illegale Beschäftigung (FKS) leitet die bundesweite Aktion an, um Betrugsdelikte zu bekämpfen und die Einhaltung der Arbeitsgesetze durchzusetzen. Rund 2.100 Zollbeamte sind landesweit im Einsatz.
Die seit dem 10. März 2026 laufende Operation richtet sich vor allem gegen Anbieter von Veranstaltungssicherheit und Objektschutz. Die Behörden prüfen, ob der gesetzliche Mindestlohn von derzeit 13,90 Euro pro Stunde eingehalten wird. Zudem stehen die illegale Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte und nicht genehmigte Leiharbeit im Fokus.
Während der Kontrollen wird überprüft, ob Arbeitgeber ihre Sozialabgaben ordnungsgemäß abführen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem missbräuchlichen Bezug von Sozialleistungen durch Personen, die in der Schattenwirtschaft tätig sind. Der Zoll spielt eine zentrale Rolle beim Schutz öffentlicher Einnahmen und der Sicherung fairer Wettbewerbsbedingungen auf dem Arbeitsmarkt.
Erste vorläufige Ergebnisse der Aktion werden noch in dieser Woche erwartet. Bisher wurden rund 340 Strafverfahren und 500 Bußgeldverfahren eingeleitet. Gegen über 670 Arbeitgeber besteht der Verdacht, den Mindestlohn nicht gezahlt zu haben.
An der FKS-Operation sind alle großen Zollämter Deutschlands beteiligt. Ziel ist es, illegale Praktiken aufzudecken und die Einhaltung von Arbeits- und Sozialrecht durchzusetzen. Die endgültigen Zahlen zu Strafen und Verfahren werden nach Abschluss der Kontrollen veröffentlicht.






