FWG Bergisch Gladbach wählt neue Führung und fordert strengere Haushaltskontrolle
Anatol FrankeFWG Bergisch Gladbach wählt neue Führung und fordert strengere Haushaltskontrolle
Freie Wählergemeinschaft Bergisch Gladbach (FWG) wählt neue Führung
Die Freie Wählergemeinschaft Bergisch Gladbach (FWG) hat ein neues Führungsteam bestimmt. Rainer Röhr, bisheriger Fraktionsvorsitzender, übernimmt nun den Vorsitz, sein Stellvertreter wird Willy Bartz. Die Gruppe kritisiert seit Langem die Finanzpolitik der Stadt und fordert eine strengere Kontrolle der öffentlichen Ausgaben.
Dem neu gebildeten Vorstand gehören außerdem Sonja Förster, Deborah Pätsch, Brigitte Abel-Freitag, Christian Maimer und Martin Freitag an. Ihre Ernennung fällt in eine Phase, in der die FWG ihre Rolle als bürgerorientierte politische Kraft in der Stadt stärken will.
In den vergangenen zwei Jahren hatte die FWG wiederholt auf vermeintliche Fehlentwicklungen bei der Haushaltsplanung Bergisch Gladbachs hingewiesen. In Pressemitteilungen von März 2024 und November 2025 argumentierte die Gruppe, dass übermäßige Ausgaben für Beraterverträge und Personal die Mittel für wesentliche Dienstleistungen aufbrauchen. Straßen, Schulen und andere Infrastrukturprojekte seien dadurch vernachlässigt worden, so die Vorwürfe.
Die Vereinigung fordert eine Neuausrichtung der Prioritäten: Die Stadt solle die Verwaltungskosten senken und sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren. Viele Bürger teilen diese Bedenken und äußern Unmut über vermeidbare Ausgaben. Zudem warnt die FWG vor weiteren Haushaltsaufstockungen und verweist auf die düsteren Finanzprognosen des Stadtkämmerers.
Ein zentrales Thema für den neuen Vorstand ist der 45-Millionen-Euro-Sonderfonds für Infrastruktur. Die FWG besteht darauf, dass dieses Geld ausschließlich für dringende Bedarfe verwendet wird und nicht umgeschichtet wird. Langfristig will die Gruppe die Finanzpolitik der Stadt stärker unter die Lupe nehmen – besonders angesichts der weiterhin angespannten Haushaltslage.
Mit der neuen Führung im Rücken plant die FWG, die finanzpolitische Ausrichtung Bergisch Gladbachs aktiver mitzugestalten. Im Fokus bleibt die Bekämpfung von Verschwendung sowie die Sicherstellung, dass Gelder in die dringend benötigte Infrastruktur fließen. Wie sich diese Vorhaben in den kommenden Monaten entwickeln, wird sowohl von Bürgern als auch von der Kommunalpolitik mit Spannung verfolgt.






