Friedrich Merz: Vom Finanzmanager zum ältesten Kanzler seit Adenauer
Krzysztof LöfflerVom Friesenstand-Rebellen zum Bundeskanzler - Friedrich Merz: Vom Finanzmanager zum ältesten Kanzler seit Adenauer
Friedrich Merz ist nun seit sechs Monaten deutscher Bundeskanzler. Mit 70 Jahren ist er der zweitälteste Regierungschef in der Nachkriegsgeschichte des Landes. Sein Weg an die Spitze umfasste eine lange politische Auszeit, in der er in der Finanz- und Wirtschaftswelt tätig war.
Geboren im Sauerland, begann Merz seine politische Laufbahn früh. In den 1990er-Jahren zog er erstmals in den Bundestag ein und wurde vor 25 Jahren Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Nach seiner Zeit im Europäischen Parlament zog er sich 2009 aus der Politik zurück.
Über ein Jahrzehnt lang widmete er sich der Wirtschaft, übernahm etwa den Vorsitz der deutschen Tochter von BlackRock und saß in verschiedenen Aufsichtsräten. 2021 kehrte er in die Politik zurück, gewann 2022 den CDU-Vorsitz und wurde Kanzlerkandidat der Union.
Merz' politische Haltung hebt ihn oft von anderen ab. Als Mitbegründer des Andes-Pakts war er für seine Kritik an Angela Merkels Politik bekannt. Seine Wahl zum Kanzler erfolgte nach einer zweiten Bundestagsabstimmung, die ihm schließlich das Amt des Regierungschefs sicherte.
Abseits der Politik bleibt er seinen Wurzeln verbunden. Er begeistert sich für Mountainbiking und besucht gern die lokalen Kneipen im Sauerland. Seine Familie umfasst drei erwachsene Kinder und sieben Enkelkinder.
Merz' Rückkehr in die Politik markierte den Wechsel von der Wirtschaft zurück in den öffentlichen Dienst. Seine Wahl zum Kanzler folgte auf Jahre als Oppositionsführer im Bundestag. Nun bringt er als einer der ältesten Regierungschefs Deutschlands Erfahrungen aus Politik und Wirtschaft in sein Amt ein.






