19 December 2025, 14:39

Explosion einer 180-Meter-Schornstein in Voerde

Ein Löschfahrzeug steht in einem großen Lagerhaus mit Deckenbeleuchtung.

Explosion einer 180-Meter-Schornstein in Voerde - Explosion einer 180-Meter-Schornstein in Voerde

180 Meter hoher Schornstein des Kraftwerks Voerde gesprengt

180 Meter hoher Schornstein des Kraftwerks Voerde gesprengt

180 Meter hoher Schornstein des Kraftwerks Voerde gesprengt

  1. Dezember 2025, 11:21 Uhr

Ein 180 Meter hoher Schornstein des ehemaligen RWE-Kohlekraftwerks in Voerde ist bei einer kontrollierten Sprengung eingestürzt. Das Bauwerk gehörte zu einem stillgelegten Kraftwerk, das jahrzehntelang die Skyline am Niederrhein prägte. Seine Beseitigung markiert einen weiteren Schritt bei der Umgestaltung des Geländes für zukünftige Energieprojekte.

Der Schornstein wurde Anfang der 1970er-Jahre errichtet und später während der Blütezeit des Kraftwerks erweitert, als es über 2.000 Megawatt Leistung erbrachte. Zusammen mit den gewaltigen Kühltürmen galt er über Jahrzehnte als regionales Wahrzeichen. Das gesamte Kraftwerk Voerde wurde 2017 abgeschaltet und seither schrittweise zurückgebaut.

RWE plant nun, die alte Anlage durch ein modernes, wasserstofffähiges Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk (GuD) zu ersetzen. Die geplante 850-Megawatt-Anlage könnte von Anfang an bis zu 50 Prozent Wasserstoff mitverbrennen, wobei der Baubeginn voraussichtlich 2024 oder 2025 erfolgen könnte. Allerdings stehen noch die endgültigen Genehmigungen sowie die staatliche Förderung im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens aus.

Bei einer Genehmigung könnte das neue Kraftwerk bis 2030 in Betrieb gehen. Das Projekt würde zudem neue Arbeitsplätze in der Region schaffen und die Tradition des Standorts als Energielieferant – nun mit modernster Technik – fortsetzen.

Die Sprengung schafft Platz für RWEs geplantes Gas- und Wasserstoffkraftwerk. Ob das Vorhaben wie vorgesehen umgesetzt wird, hängt von den noch ausstehenden Zulassungen und Fördermitteln ab. Bei Erfolg könnte der Standort bereits Ende des Jahrzehnts wieder eine Schlüsselrolle in der regionalen Energieversorgung einnehmen.