Ex-OB Westphal wechselt nach Wahlpleite in lukrativen RWE-Aufsichtsratsposten
Karlheinz MiesEx-OB Westphal wechselt nach Wahlpleite in lukrativen RWE-Aufsichtsratsposten
Dortmunds Ex-Oberbürgermeister erhält voraussichtlich über 200.000 Euro als RWE-Aufsichtsrat
Nach seiner Wahlpleite landet Dortmunds früherer Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD) weich: als Aufsichtsrat des Energiekonzerns RWE.
2025-12-15T14:21:00+00:00
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Dortmunds ehemaliger Oberbürgermeister Thomas Westphal hat eine neue Position beim Energiekonzern RWE übernommen. Nach seiner verlorenen Wiederwahl sitzt er nun im Aufsichtsrat des Unternehmens – und behält die Vergütung, die einst an die Stadt ging.
Westphal war bereits während seiner Amtszeit als Oberbürgermeister in den RWE-Aufsichtsrat berufen worden. Damals vertrat er die Interessen der Stadt, da Dortmund über die städtischen Stadtwerke rund 25 Millionen RWE-Aktien hält. Nach den kommunalen Richtlinien flossen seine Einkünfte aus dem Aufsichtsratsmandat – 120.000 Euro jährlich plus 75.000 Euro für die Arbeit im Prüfungsausschuss – direkt in die Stadtkasse.
Mit dem Wechsel vom Rathaus in den RWE-Aufsichtsrat profitiert Westphal nun persönlich von dem Posten. Seine Amtszeit im Gremium ist auf mehrere Jahre angelegt, während Dortmund weiterhin an dem Energieunternehmen beteiligt bleibt. Der Fall zeigt, wie ehemalige Amtsträger nach ihrem Ausscheiden aus der Politik in die Wirtschaft wechseln können.