Dortmunder Bündnis kämpft für Aufenthaltsrechte der Brüder des tödlich erschossenen Mouhamed Dramé
Susan auch SchlauchinDortmund-Allianz kämpft um Wohnsicherheit für Dramé-Brüder - Dortmunder Bündnis kämpft für Aufenthaltsrechte der Brüder des tödlich erschossenen Mouhamed Dramé
In Dortmund setzt sich ein Bündnis für Aufenthaltsrechte für zwei Brüder ein, deren Bruder 2022 bei einem Polizeieinsatz in Berlin tödlich erschossen wurde. Die Kampagne folgt auf ein Urteil, das den Beamten aus Notwehr freisprach – eine Entscheidung, die nun in der Berufung überprüft wird. Unterdessen sind die eigenen Aufenthaltsgenehmigungen der Brüder abgelaufen, ihre Zukunft bleibt ungewiss.
Mouhamed Dramé starb im August 2022 bei einem Polizeieinsatz in Berlin. Seine Brüder, Sidy und Lassana, reisten zur Teilnahme am Prozess über seinen Tod in die Stadt. Während ihres Aufenthalts besuchten sie Deutschkurse, engagierten sich ehrenamtlich vor Ort und erhielten Arbeitsangebote.
Das Landgericht Berlin sprach den beteiligten Beamten zunächst frei und begründete dies mit Notwehr. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Familie Dramé haben jedoch gegen dieses Urteil Berufung eingelegt. Ein Zeitplan für das Berufungsverfahren steht nicht fest, da sich solche Verfahren oft über längere Zeit hinziehen.
Ein lokales Bündnis hat nun einen offenen Brief verfasst, in dem es sichere Aufenthaltsrechte für die Brüder fordert. Die Initiatoren argumentieren, dass deren Bleiberecht ein Zeichen der Solidarität sei – unabhängig vom Gerichtsurteil. Die Gruppe setzt sich für langfristige Aufenthaltstitel und Arbeitserlaubnisse ein, damit die Brüder in der Stadt bleiben können, in der sie begonnen haben, ihr Leben neu aufzubauen.
Aktuell leben die Brüder in rechtlicher Unsicherheit, da ihre Genehmigungen bereits abgelaufen sind. Die Forderung des Bündnisses nach Aufenthaltsrechten unterstreicht ihre Integrationsbemühungen in Berlin. Über ihre Zukunft in Deutschland wird sowohl der Ausgang des Berufungsverfahrens als auch die Reaktion der Stadt entscheiden.