22 December 2025, 11:23

Dieser Weihnachtswerbespot ist recht merkwürdig

Eine Bühne mit einem geschmückten Weihnachtsbaum, zwei Schneemannpuppen, einem Fernseher auf einem Tisch, einem roten Teppich, zwei Türen, Fotorahmen an der Wand und dem Text "OPPO" oben.

Dieser Weihnachtswerbespot ist recht merkwürdig - Dieser Weihnachtswerbespot ist recht merkwürdig

Dieser Weihnachtswerbespot ist recht kurios

Dieser Weihnachtswerbespot ist recht kurios

Dieser Weihnachtswerbespot ist recht kurios

  1. Dezember 2025, 12:59 Uhr

Deutsche Marken gehen in ihren Weihnachtskampagnen 2025 neue Wege. Statt auf klassische Festtags-Klischees zu setzen, legen viele Wert auf Authentizität, Nachhaltigkeit und subtile Abwandlungen traditioneller Motive. Die diesjährigen Spots setzen auf emotionale Erzählweisen, Achtsamkeit und eine Prise Humor, um sich abzuheben.

Aldi Süds Kampagne „Don’t Stop Believin’“ verbindet das Chaos und die Wärme der Vorweihnachtszeit zu einer einzigen Geschichte. Der Werbefilm fängt sowohl den Stress als auch die Schönheit des Festes ein – mit einer unerwarteten Pointe. Die Botschaft bleibt realistisch, ohne den Weihnachtszauber zu vernachlässigen.

Bei dm steht im Spot „Come Together. An Weihnachten und jeden Tag“ nicht Schnee oder Geschenkeberge im Mittelpunkt, sondern eine Familie, die ein einfaches, sonnenbeschienenes Treffen am See genießt. Im Vordergrund steht das Miteinander statt der Konsum – Präsenz statt Präsente. Edeka setzt mit „Das EDEKA A-Team“ auf spielerische Unterhaltung: Supermarktmitarbeiter verwandeln sich in Action-Helden der 1980er-Jahre, die sich durch den vorweihnachtlichen Einkaufsstress kämpfen. Die Kampagne kombiniert Nostalgie mit einer energiegeladenen, humorvollen Note.

Andere Marken wählen zurückhaltendere, aber nicht weniger aussagekräftige Ansätze. Denns BioMarkt erzählt die Geschichte eines unperfekten Weihnachtsbaums und feiert damit natürliche Schönheit statt makelloser Idealbilder. Disney setzt auf skizzenhafte Zeichentrick-Animationen, die der Saison einen verspielt-handgemachten Charme verleihen. Lidl wirbt unter dem Motto „Wundervolles lohnt sich jeden Tag“ für Nachhaltigkeit und betont, dass kleine, alltägliche Wunder mehr zählen als große Gesten. Selbst Armedangels sorgt für Aufsehen, indem der Weihnachtsmann im Spot kurzerhand durch den Osterhasen ersetzt wird – ein skurriler Perspektivwechsel, der zu bewussterem Konsum und Klimaschutz aufruft. Mydays hingegen zeigt eine resolute Großmutter, die gestrickte Geschenke ablehnt und stattdessen Erlebnisgeschenke propagiert.

Die diesjährigen deutschen Weihnachtswerbungen verzichten auf Schockeffekte oder reine Absurdität. Stattdessen setzen sie auf durchdachte, oft subtile Abweichungen von der Tradition. Dieser Wandel spiegelt einen größeren Trend wider: Marken erreichen ihr Publikum zunehmend über Echtheit, Nachhaltigkeit und alltagsnahe Momente – statt über spektakuläre Inszenierungen.