Bürgerinitiative setzt sich gegen Erweiterung der Eiserne Rijn Brief an den Bahnchef
Susan auch SchlauchinBürgerinitiative setzt sich gegen Erweiterung der Eiserne Rijn Brief an den Bahnchef
Bürgerinitiative wehrt sich gegen Ausbau der „Eisernen Rhein“-Strecke – Offener Brief an Bahnchefin
Teaser: Die Wegberger Bürgerinitiative „Eiserner Rhein 2.0 – Wegberg lebenswert“ geht in die nächste Runde im Widerstand gegen den übermäßigen Ausbau der Bahnstrecken MG–Wegberg–Roermond und Elmpt–Arsbeck. Geplant sind über 70 Personenzüge täglich – plus möglicher Güterverkehr. Die Initiative stellt sich gegen die Pläne.
Datum: 4. Dezember 2025, 10:59 Uhr
Schlagwörter: Politik & Gesetzgebung, Verkehrspolitik, Aktuelles
Artikel: Eine lokale Bürgerinitiative aus Wegberg stellt sich gegen die geplante Erweiterung zweier Eisenbahnstrecken in der Region. Die „Eiserner Rhein 2.0 – Wegberg lebenswert“ kritisiert Vorhaben, die täglich mehr als 70 Personenzüge sowie zusätzlichen Güterverkehr auf die Schienen bringen könnten. Nach Ansicht der Initiative fehlt beiden Strecken – MG–Wegberg–Roermond und Elmpt–Arsbeck – die offizielle Verankerung in der langfristigen Verkehrsstrategie der Bundesregierung.
In einem formalen Schreiben an Evelyn Palla, die neue Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, sowie an Bundesverkehrsminister Schnieder hinterfragt die Initiative, warum Steuergelder aus dem milliardenschweren Infrastrukturhaushalt für diese Projekte verwendet werden. Keine der umstrittenen Strecken ist im Bundesverkehrswegeplan 2030 aufgeführt.
Im Dezember 2025 hatte sich die Stadtvertreterin Stefanie Herrig in einem offenen Brief an die Gruppe gewandt. Die Bürgerinitiative konterte mit der Forderung, die Infrastrukturmittel stattdessen in lokale Projekte in Wegberg zu investieren – statt in die Bahn-Aufrüstung durch die Deutsche Bahn.
Nun verlangt die Initiative Aufklärung, wie die geplanten Ausbauten die strengen Kriterien für öffentliche Förderung erfüllen sollen. Ohne offizielle Priorisierung dürften die Vorhaben nach ihrer Auffassung nicht auf Kosten der Steuerzahler umgesetzt werden.
Im Kern geht es um die Frage, ob die geplanten Streckenausbauten ihr Kosten-Nutzen-Verhältnis und ihre Auswirkungen rechtfertigen. Da die Projekte in keinen nationalen Verkehrsplänen verankert sind, bestehe die Initiative darauf, die Mittel sinnvoller einzusetzen. Die Deutsche Bahn und die zuständigen Bundesbehörden haben sich zu den Bedenken bisher nicht öffentlich geäußert.