Bundestag will Kita-Finanzierung langfristig sichern – doch Länder fordern mehr Garantien
Karlheinz MiesBundestag will Kita-Finanzierung langfristig sichern – doch Länder fordern mehr Garantien
Bundestag plant langfristige Finanzierung der frühkindlichen Bildung
Die Bundesregierung arbeitet an einem neuen Gesetz, das die dauerhafte Finanzierung der frühkindlichen Bildung sichern soll. Der Entwurf, der 2026 verabschiedet werden soll, zielt darauf ab, die Unterstützung für Kitas in ganz Deutschland zu verbessern. Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen (NRW) begrüßen den Schritt, fordern jedoch stärkere finanzielle Garantien.
Josefine Paul, NRW-Ministerin für Kinder und Jugend, drängt die Bundesregierung, die Finanzzusagen im Qualitätsentwicklungsgesetz festzuschreiben. Sie betonte, dass frühkindliche Bildung eine Schlüsselrolle für spätere Lernerfolge spiele und – wie im Koalitionsvertrag vereinbart – durch Bundesmittel abgesichert werden müsse.
Das NRW-Familienministerium pocht darauf, dass die Bundesförderung für Kitas bei rund zwei Milliarden Euro pro Jahr bleiben soll. Zudem wird eine verlässliche Kostenbeteiligung gefordert, um regionale Unterschiede auszugleichen und eine stabile Finanzierung zu gewährleisten. Paul unterstrich die Notwendigkeit langfristiger Planungsicherheit, um die Bildungsqualität zu erhalten und weiterzuentwickeln.
Laut Bundesplänen sollen künftig regelmäßig die Sprach- und Entwicklungsfortschritte der Kinder evaluiert werden. Zusätzliche Mittel fließen in Kitas in sozial benachteiligten Gebieten. Federführend für die Umsetzung ist Bundesfamilienministerin Karin Prien, deren Ziel nachhaltige Verbesserungen in der Frühpädagogik sind.
Das Gesetz soll 2026 in Kraft treten und dauerhafte Finanzierungsregeln für Träger der frühkindlichen Bildung festlegen. NRW besteht darauf, das aktuelle Förderniveau beizubehalten und planbare Mittel zu garantieren. Die Beschlüsse werden maßgeblich beeinflussen, wie Kitas in den kommenden Jahren ausgestattet und unterstützt werden.