Borussia Mönchengladbach rutscht nach Pleite gegen Stuttgart in die Abstiegsgefahr
Krzysztof LöfflerBorussia Mönchengladbach rutscht nach Pleite gegen Stuttgart in die Abstiegsgefahr
Borussia Mönchengladbach hat daheim eine weitere herbe Niederlage einstecken müssen – diesmal gegen den VfB Stuttgart in einem kostspieligen Bundesliga-Duell. Die Pleite vertieft die aktuelle Krise des Vereins, der nun nur noch fünf Punkte über dem Relegationsplatz steht. Ein verschossener Elfmeter in der frühen Phase des Spiels erwies sich als entscheidend für den Ausgang.
Die Probleme begannen bereits in der 13. Minute, als Haris Tabaković bei einem Stand von 0:0 zum Strafstoß antrat. Sein Schuss ging daneben – eine goldene Gelegenheit, in Führung zu gehen, war vertan. Stuttgart nutzte die Schwächephase gnadenlos aus und fügte den Gastgebern eine schmerzhafte Niederlage zu.
Gladbachs Tiefphase hält an: Vier der letzten sechs Ligaspiele gingen verloren. Die schwache Serie hat die Mannschaft auf Platz 11 der Tabelle zurückgeworfen – gefährlich nah an der Abstiegszone. Trotz des Drucks gab sich Trainer Eugen Polanski nach dem Spiel kämpferisch. "Wir stehen, wo wir stehen – die Tabelle kann jeder lesen", erklärte er und weigerte sich, die Niederlage weiter zu thematisieren.
Kapitän Rocco Reitz wies Spekulationen über eine tiefere Krise im Verein zurück und betonte, es gebe "kein grundsätzliches Problem" hinter der Schwächephase. Sportdirektor Rouven Schröder zeigte sich dagegen zurückhaltender. Er warnte, der Kampf um den Klassenerhalt werde bis zum letzten Spieltag hart bleiben. "Es wird bis zum Schluss eng bleiben", so Schröder.
Die Abstiegsgefahr droht derzeit mehreren Clubs: FC Heidenheim, der FC St. Pauli, Mainz 05 und der HSV gelten laut aktuellen Wettquoten als Abstiegskandidaten. Schröder machte klar, dass Gladbach das eigene Schicksal in die Hand nehmen müsse, um den Verbleib in der Liga zu sichern. Die Botschaft war eindeutig: Auf die Ergebnisse anderer zu hoffen, werde nicht ausreichen.
Die Niederlage stellt Borussia Mönchengladbach in eine prekäre Lage mit kaum noch Spielraum für Fehler. Die kommenden Partien werden entscheidend sein, ob der Verein sich aus dem Abstiegsstrudel befreien kann. Zunächst gilt es, den Negativlauf zu stoppen und das verlorene Selbstvertrauen zurückzugewinnen.