Blitzanlage auf der A4 bei Köln fängt über 9.100 Raser in nur drei Monaten
Krzysztof LöfflerBlitzanlage auf der A4 bei Köln fängt über 9.100 Raser in nur drei Monaten
Neue stationäre Blitzanlage auf der A4 bei Köln registriert über 9.100 Verkehrsverstöße seit Inbetriebnahme
Seit ihrer Aktivierung Mitte Dezember 2025 hat eine neue fest installierte Geschwindigkeitsmessanlage auf der Autobahn A4 in der Nähe von Köln mehr als 9.100 Verkehrsverstöße erfasst. Das System, das in einer Baustelle mit verengten Fahrspuren aufgestellt wurde, überwacht den Verkehr in beide Richtungen – sowohl in Richtung Aachen als auch Olpe, einschließlich der Ausfahrt Eifeltor.
Die Kamera operiert in einem Abschnitt, in dem das Tempolimit auf 40 km/h (25 mph) reduziert ist. Für Lastkraftwagen gelten zudem zusätzliche Fahrspurvorschriften. Zu den registrierten Verstößen zählen überhöhte Geschwindigkeit, Missachtung der temporären Beschränkungen, spätes Bremsen sowie Lkw, die vorgesehene Fahrspuren nicht einhalten.
Entwickelt wurde die Anlage von der Wismarer Firma Vetro Verkehrselektronik. Sie nutzt eine lasergestützte Messtechnik, die mehrere Spuren gleichzeitig erfasst. Im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen läuft sie mit einer integrierten Methanol-Brennstoffzelle und ist damit unabhängig vom örtlichen Stromnetz. Die Technologie stellt eine Weiterentwicklung eines ähnlichen Systems dar, das bereits auf der Bundesstraße B55a im Einsatz ist. Die Kamera wird von der Stadt geleast und bleibt vorerst bis mindestens Ende Februar 2027 in Betrieb. Die Gesamtkosten für Miete, Wartung und Betrieb belaufen sich über 15 Monate auf voraussichtlich rund 245.000 Euro. Seit der Inbetriebnahme wurden 4.108 Verstöße in Richtung Aachen und 5.050 in Richtung Olpe dokumentiert – im Schnitt fast 400 pro Tag.
Die erhobenen Daten unterstreichen die anhaltenden Probleme mit der Einhaltung von Verkehrsregeln in Baustellenbereichen. Angesichts von nahezu 400 täglichen Verstößen werden die Behörden die Überwachung mindestens bis Anfang 2027 fortsetzen. Durch die Brennstoffzellen-Technologie und die präzise Laser-Messung hebt sich das System deutlich von älteren Verkehrsüberwachungsgeräten ab.