16 January 2026, 05:20

Biologisch abbaubare Kunststoffe revolutionieren Landwirtschaft und Forstwirtschaft

Ein grüner Gießkann auf einem Zementboden neben einem Papier mit Anweisungen zum Entfernen von schwarzem Schimmel.

Biologisch abbaubare Kunststoffe revolutionieren Landwirtschaft und Forstwirtschaft

Ein neues Forschungsprojekt untersucht den Einsatz von biologisch abbaubaren Kunststoffen in der Landwirtschaft und Forstwirtschaft. Unter dem Namen PerPlacsBio soll die Initiative bewerten, wo diese Materialien herkömmliche Kunststoffe ersetzen könnten, und gleichzeitig Fachwissen unter Landwirten, Forstleuten und Branchenexperten aufbauen. Das Vorhaben knüpft an frühere Erkenntnisse an, die 25 Produkte identifizierten, bei denen biologischer Abbau klare ökologische Vorteile bietet.

Das PerPlacsBio-Projekt wurde vom Thünen-Institut, der Universität Münster und der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg ins Leben gerufen. Als Projektkoordinator übernimmt das Thünen-Institut die Steuerung, wissenschaftliche Ausrichtung und Integration der Forschung – mit besonderem Fokus auf mehrjährige Kulturen für die Bioökonomie. Die Finanzierung stammt von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) im Rahmen ihres Programms "Nachwachsende Rohstoffe".

Das nova-Institut trägt dazu bei, das Wissen über biobasierte und biologisch abbaubare Kunststoffe zu erweitern. Die beiden Hochschulen führen parallel Umfragen durch, um Erfahrungen und Bedürfnisse von Landwirten und Forstleuten zu erfassen. Ziel ist es, praktische Herausforderungen bei der Einführung dieser Materialien zu verstehen. Zudem holt das Projekt externes Feedback zu spezifischen Agrar- und Forstprodukten ein. Experten werden konsultiert, um zu bewerten, welche abbaubaren Alternativen sich unter realen Bedingungen am besten eignen. Dies baut auf dem Vorgängerprojekt BioSinn auf, das bereits Steckbriefe zu 25 Produkten erstellte, bei denen biologischer Abbau ökologisch sinnvoll ist.

PerPlacsBio wird Daten liefern, wo biologisch abbaubare Kunststoffe in Landwirtschaft und Forstwirtschaft am effektivsten eingesetzt werden können. Die Ergebnisse sollen Landwirten, Forstleuten und Herstellern fundierte Entscheidungen für den Umstieg auf nachhaltige Alternativen ermöglichen. Die Projektergebnisse könnten künftig auch politische Weichenstellungen und Branchenstandards in diesem Sektor prägen.