Batteriezellenproduktion - 170 Millionen Euro für Transformationsprojekte in Kohleregionen im Rahmen des Bundesförderprogramms STARK
Anatol FrankeBatteriezellenproduktion - 170 Millionen Euro für Transformationsprojekte in Kohleregionen im Rahmen des Bundesförderprogramms STARK
Batteriezellenproduktion – 170 Millionen Euro für Transformationsprojekte in Kohleregionen im Rahmen des Bundesförderprogramms STARK
170 Millionen Euro fließen in die Umgestaltung ehemaliger Kohleregionen – Bundesförderung STARK treibt Batteriezellenproduktion und nachhaltige Industrie voran
20. Dezember 2025, 14:12 Uhr
Sieben große Transformationsprojekte sollen Deutschlands ehemalige Kohleregionen neu prägen. Mit insgesamt 1,5 Milliarden Euro Bundesförderung werden in den rheinischen, mitteldeutschen und lausitzschen Revieren industrieller Wandel vorangetrieben – mit Fokus auf grüne Technologien, Batterieproduktion und nachhaltige Wirtschaft. Die Initiativen schaffen neue Arbeitsplätze und wirtschaftliche Perspektiven.
Die Projekte sind Teil des STARK-Programms, das den Strukturwandel in den Kohleregionen hin zu modernen Industriezentren unterstützen soll. Beteiligt sind unter anderem die Energiekonzerne LEAG und RWE sowie regionale Partner; an mehreren Standorten haben die Bauarbeiten bereits begonnen.
Die Bundesregierung hatte die sieben Vorhaben 2023 vorgestellt, jedes mit einem eigenen Schwerpunkt der industriellen Erneuerung. Im Rheinischen Revier treiben LEAG und RWE Projekte wie ZEUS (ein emissionsfreier Industriepark) und das Digital Mining Hub voran, während RWE zudem an einem Circular Economy Park mitwirkt. Das Unternehmen Cylib errichtet im Chempark Dormagen eine Batterierecycling-Anlage. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) betonte, dass Investitionen in diese Technologien entscheidend seien, um die wirtschaftliche Zukunft der Region zu sichern.
Im mitteldeutschen Kohlerevier baut AMG in Bitterfeld-Wolfen eine Mehrzweckfabrik für batterietaugliche Lithiumsalze. Ein weiteres zentrales Projekt ist HERKULES, das sich auf die Wasserstoffproduktion konzentriert. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hob hervor, dass solche Vorhaben der Region langfristige Perspektiven eröffneten. Der Bioökonomie-Campus, getragen von Saaletal Energie, erweitert zudem die nachhaltige Industriebasis.
In der Lausitz entsteht durch Altech Batteries GmbH im Industriepark Schwarze Pumpe eine Fabrik für Natriumchlorid-basierte Energiespeichersysteme. LEAG entwickelt dort außerdem ein Nachhaltigkeitsmobilitätszentrum und einen Leuchtturm-Industriecampus. Die Projekte passen zur bundesweiten Strategie klimaneutraler Produktion, wie Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) erklärte.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) stellt speziell für die Batteriezellenproduktion und verwandte Technologien 170 Millionen Euro bereit. Bundesministerin Katherina Reiche (parteilos) erklärte, dass aus den ehemaligen Kohleregionen nun Standorte für Zukunftsindustrien würden. Die Förderung soll insgesamt Investitionen in Höhe von rund 600 Millionen Euro anstoßen.
Insgesamt werden durch die Projekte etwa 600 direkte Industriearbeitsplätze entstehen, hinzu kommen bis zu 3.000 weitere Jobs in vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsketten. Das STARK-Programm zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit dieser Regionen zu erhalten – bei gleichzeitiger Ausrichtung auf nachhaltige Produktion.
Die sieben Vorhaben markieren einen wichtigen Schritt bei der Umnutzung der deutschen Kohleregionen für die grüne Industrie. Mit 1,5 Milliarden Euro Bundesförderung entstehen an Standorten, die einst vom Steinkohlebergbau geprägt waren, nun moderne Fabriken, Recyclinganlagen und Energiezentren. Die Investitionen sollen Tausende Arbeitsplätze schaffen und die Regionen zu Vorreitern klimaneutraler Fertigung machen.
Die ersten Anlagen sind bereits im Bau, vorangetrieben von Unternehmen wie AMG, Cylib und Altech Batteries. Die Bundesförderung sorgt dafür, dass der Wandel von der Kohle zur nachhaltigen Industrie zügig voranschreitet.