30 March 2026, 08:35

Abschied in Würde: Ehemalige Aviapartner-Mitarbeiter gedenken am Flughafen Düsseldorf

Eine große Gruppe von Menschen in einem Flughafen, einige sitzen mit Taschen und Papieren, während andere stehen, mit Texttafeln, Schaufensterpuppen in Kleidern und Deckenleuchten im Hintergrund, was auf eine Demonstration hinweist.

Abschied in Würde: Ehemalige Aviapartner-Mitarbeiter gedenken am Flughafen Düsseldorf

Ehemalige Mitarbeiter von Aviapartner Düsseldorf gedenken am 19. November am Flughafen ihres langjährigen Einsatzes

Die einst rund 340 Beschäftigten zählende Bodenabfertigungsfirma, die nach Jahrzehnten des Betriebs zusammenbrach, wird von ihren ehemaligen Angestellten mit einer würdevollen Verabschiedung nach dem abrupten Ende gewürdigt.

Die Aviapartner Düsseldorf GmbH & Co. KG hatte fast 25 Jahre lang Bodenabfertigungsdienste am Flughafen erbracht. Ihre plötzliche Schließung ließ viele Mitarbeiter ohne Arbeit zurück und löste Kritik der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) aus. Andrej Bill, Sekretär bei ver.di, führte die Krise auf politische Entscheidungen und nicht auf betriebliche Versäumnisse zurück.

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Die Gewerkschaft machte zudem die Ausweitung des Lizenzsystems des Flughafens im Jahr 2023 für die Verschärfung der Lage verantwortlich. Laut ver.di habe diese Änderung einen geordneten Übergang unmöglich gemacht. Der Flughafen wies Vorwürfe eines chaotischen Übergangs zurück und betonte, dass die zuvor von Aviapartner abgewickelten Flüge nun zuverlässig von AAS übernommen würden.

Der Flughafen Düsseldorf präzisierte, dass die Lizenzentscheidung nicht in eigener Verantwortung getroffen worden sei, sondern vom NRW-Verkehrsministerium stamme. Zwar anerkenne man den Wunsch der Beschäftigten nach einem Abschluss, doch hätten strenge rechtliche Vorgaben nach dem Zusammenbruch des Unternehmens Vorrang. ver.di kritisierte jedoch, dass der Flughafen keine Jobmesse organisiert habe, und kündigte für Dezember eine eigene Veranstaltung für die Betroffenen an.

Bei dem Treffen am 19. November sollen die ehemaligen Mitarbeiter ihre Leistungen reflektieren und sich von Kollegen verabschieden. Die Veranstaltung steht am Ende jahrelanger Arbeit, die den reibungslosen Betrieb des Flughafens sicherte. Unterdessen laufen die Diskussionen über Arbeitsplatzhilfen und die Umstände des Zusammenbruchs weiter.

Quelle