Zoll stoppt Schmuggler mit BMW X6 und verbotenem Wärmebild-Zielgerät auf A44

Anatol Franke
Anatol Franke
2 Min.
Eine Gruppe von Soldaten in Kilts, einige mit Taschen und einer mit einem Gewehr in der Hand, vor einem bewölkten Himmel und einem Text unten, der "Soldats écossais s'exerçant à l'escrime à la baïonnette" lautet.Anatol Franke

Zoll stoppt Schmuggler mit BMW X6 und verbotenem Wärmebild-Zielgerät auf A44

Zollbeamte stoppten auf der Autobahn A44 einen in Rumänien zugelassenen Transporter, nachdem sie nicht deklarierte Waren entdeckt hatten. Im Inneren fanden sie ein Wärmebild-Zielgerät für Gewehre sowie einen gebrauchten BMW X6 ohne die erforderlichen Importpapiere. Den beiden rumänischen Männern drohen nun strafrechtliche Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung und Verstößen gegen das Waffengesetz.

Der Vorfall begann, als die Behörden den Transporter mit einem Anhänger kontrollierten, auf dem der BMW X6 transportiert wurde. Das Fahrzeug, das für Zollzwecke mit 4.000 Euro bewertet wurde, wies einen defekten Turbolader auf. Die Beamten entdeckten zudem das Wärmebildgerät, das nach deutschem Recht als Waffe eingestuft wird, da es über eine Montageschiene für Schusswaffen verfügt.

Der Fahrer und der Beifahrer, beide rumänische Staatsbürger, hatten weder das Zielgerät noch das Fahrzeug ordnungsgemäß deklariert. Nach deutschen Vorschriften müssen Schusswaffen und zugehörige Ausrüstung bei der Einreise aus Nicht-EU-Ländern angemeldet werden. Bei Nichteinhaltung drohen Beschlagnahmung und strafrechtliche Verfolgung.

Um ihre Reise fortsetzen zu können, beglichen die Männer 3.250 Euro an ausstehenden Einfuhrabgaben und hinterlegten eine gerichtlich angeordnete Kaution in Höhe von 4.000 Euro. Ihnen wird vorgeworfen, gegen das deutsche Waffengesetz verstoßen und Steuern hinterzogen zu haben. Das Zielgerät wurde als verbotenes Gut beschlagnahmt.

Deutschland gewährt für Waren aus Nicht-EU-Ländern zollfreie Freimengen zwischen 175 und 430 Euro, abhängig von Transportart und Alter des Reisenden. Nicht deklarierte Güter, die diese Grenzen überschreiten – insbesondere Waffen –, ziehen jedoch rechtliche Konsequenzen nach sich.

Wärmebild-Zielgeräte sind in den letzten Jahren leichter erhältlich geworden. Seit 2021 haben EU-Regelungen im Rahmen der Dual-Use-Verordnung die Exportkontrollen gelockert, was die legale Beschaffung für Jäger und Sicherheitsfirmen erleichtert hat. Die Nachfrage stieg nach Beginn des Ukraine-Konflikts 2022 weiter an, vor allem in Deutschland, Frankreich und Polen.

Die beiden Männer bleiben wegen Waffenvergehen und Steuerhinterziehung in Untersuchung. Die beschlagnahmte Optik spiegelt einen größeren Trend wider: Durch regulatorische Änderungen und Marktentwicklung sind Wärmebildtechnologien heute weit verbreitet. Zu weiteren Details des laufenden Verfahrens haben die Behörden keine Angaben gemacht.

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