Wuppertals kraftvolle Botschaft: Flashmob gegen Gewalt an Frauen

Susan auch Schlauchin
Susan auch Schlauchin
2 Min.
Eine Gruppe von Frauen in rosänen und weißen Outfits tanzt auf der Straße, umgeben von einer Menge von Menschen, die stehen und zuschauen, mit Gebäuden, Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.Susan auch Schlauchin

Wuppertals kraftvolle Botschaft: Flashmob gegen Gewalt an Frauen

Wuppertal beteiligt sich an "One Billion Rising" mit Flashmob am Johannes-Rau-Platz

Diese Woche schloss sich Wuppertal der weltweiten Kampagne One Billion Rising an – mit einem Flashmob auf dem Johannes-Rau-Platz. Die Aktion richtete sich gegen Gewalt an Frauen und lenkte die Aufmerksamkeit auf ein anhaltendes Problem in der Stadt. Allein im vergangenen Jahr wurden in Wuppertal fast 1.000 Fälle häuslicher Gewalt gemeldet, wobei Frauen den Großteil der Opfer stellen.

Der Name der Kampagne geht auf eine Schätzung von Amnesty International zurück: Weltweit hat jede dritte Frau bereits Gewalt erlebt – das entspricht etwa einer Milliarde Betroffener. Das Wuppertaler Frauenhaus ist aufgrund der steigenden Fallzahlen seit Monaten permanent ausgelastet. Die Organisatorinnen wählten bewusst einen Wochentag für die Veranstaltung, damit auch Schulklassen teilnehmen konnten.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer tanzten und schwenkten rote Tücher als Symbol des Protests. Ähnliche Aktionen fanden im gesamten Bergischen Land statt, unter anderem in Solingen, Sprockhövel und Wülfrath. In diesem Jahr beteiligten sich 146 deutsche Städte und Gemeinden an der Bewegung – etwas weniger als die 160 des Vorjahres.

Der Flashmob unterstrich die anhaltenden Sorgen über Gewalt gegen Frauen in Wuppertal und darüber hinaus. Lokale Frauenhäuser arbeiten weiterhin am Limit, da die Nachfrage steigt. Mit der sichtbaren Kampagne soll das Bewusstsein für das Thema geschärft und die Unterstützung für Betroffene gestärkt werden.

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