Willich plant Streichung des Deutschlandtickets – Schüler verlieren bundesweite Mobilität
Anatol FrankeWillich plant Streichung des Deutschlandtickets – Schüler verlieren bundesweite Mobilität
Pläne, das Deutschlandticket in Willich abzuschaffen, haben bei lokalen Politikern Besorgnis ausgelöst. Statt des bundesweit gültigen Tickets soll künftig nur noch das stark eingeschränkte SchokoTicket für Schülerinnen und Schüler finanziert werden. Kritiker warnen, dass diese Umstellung die Mobilitäts- und Freizeitmöglichkeiten junger Menschen deutlich einschränken werde.
Die SPD lehnt den Vorschlag entschieden ab und verweist auf weitreichende Folgen für Familien und die allgemeine Mobilität. Bisher erhalten berechtigte Schülerinnen und Schüler in Willich das Deutschlandticket, das Fahrten im gesamten Bundesgebiet ermöglicht. Nach dem neuen Plan würde jedoch nur noch das SchokoTicket gefördert – und damit Reisen auf das Netz des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) beschränkt.
Lukas Maaßen, Vorsitzender der SPD-Fraktion, argumentierte, dass die Streichung des Deutschlandtickets das 25-Millionen-Euro-Haushaltsloch der Stadt keineswegs schließen werde. Vielmehr treffe eine solche Maßnahme junge Menschen direkt in ihrem Alltag: Sie könnten seltener Freunde besuchen, an Vereinen teilnehmen oder selbstständig unterwegs sein.
Die SPD betonte zudem die Bedeutung des Tickets für Haushalte ohne Auto. Ohne das Deutschlandticket entfiele für viele Familien der günstige Zugang zu Freizeitaktivitäten und notwendigen Fahrten. Die Partei warnte, dass die Umstellung auf das SchokoTicket die Bewegungsfreiheit einschränken und Schülerinnen und Schüler daran hindern würde, über das lokale Verkehrsnetz hinaus zu reisen.
Zwar würde der Wechsel vom Deutschlandticket zum SchokoTicket Kosten sparen, doch ginge dies zu Lasten der Mobilität junger Menschen. Die Schülerinnen und Schüler in Willich hätten dann strengere Grenzen, wohin sie sich bewegen können. Die SPD machte deutlich, dass die finanziellen Einsparungen die negativen Auswirkungen auf die gesellschaftliche Teilhabe nicht rechtfertigen.






