"Wheelie Show": Wie ein inklusives Tanzprojekt Tempo und Kreativität neu definiert
Susan auch Schlauchin"Wheelie Show": Wie ein inklusives Tanzprojekt Tempo und Kreativität neu definiert
„Wheelie Show“: Ein inklusives Tanzstück feiert Premiere – Tempo, Bewegung und Kreativität im Einklang
Ein neues inklusives Tanzprojekt mit dem Titel Wheelie Show hat Premiere gefeiert – eine faszinierende Mischung aus Bewegung, Geschwindigkeit und künstlerischem Einfallsreichtum. Auf der Bühne wirbeln Tänzer:innen mit und ohne Behinderung umher, nutzen Alltagsgegenstände wie Koffer, Roller und Skateboards, um den hektischen Rhythmus des modernen Lebens einzufangen. Sechs Monate lang probte das Ensemble, experimentierte und wuchs dabei zu einer eingespielten Truppe zusammen.
Den Anfang nahm das Projekt im vergangenen Sommer im Hamburger Planten un Blomen-Park, wo die Choreograf:innen Eng Kai Er und Jana Mahn den Workshop Rolling Good Times leiteten. Auf einer öffentlichen Rollschuhbahn trafen sich sechs Performende – die eine Hälfte auf Rollschuhen, die andere im Rollstuhl.
Die Wheelie Show spielt mit dem Konzept von Tempo, sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinne: als Spiegel unserer beschleunigten Zeit. Noch bevor der Vorhang sich hebt, stimmen aufgezeichnete Reflexionen der Tänzer:innen über das Lebenstempo und Momente der Stille das Publikum ein. Auf der Bühne wechseln sich dann ruhige, poetische Szenen mit explosiven, unterhaltsamen Energieausbrüchen ab.
Innovation prägt die Choreografie: Rollschuhfahrer:innen balancieren in gewagten Hebefiguren auf Rollstühlen, während alltägliche Gegenstände mit Rädern zu Teil der Bewegung werden. Herausgekommen ist ein mitreißendes, zum Nachdenken anregendes Stück, das herkömmliche Vorstellungen von Tanz und körperlichen Möglichkeiten herausfordert.
Die Wheelie Show vereint vielfältige Performende in einer Hommage an Bewegung und Kreativität. Durch die Verbindung von Rollstühlen, Rollschuhen und unerwarteten Requisiten wirft das Stück einen frischen Blick auf Geschwindigkeit und Stille. Das Publikum verlässt den Saal mit einer neuen Perspektive darauf, wie Tanz die Welt um uns herum nicht nur widerspiegeln, sondern auch neu gestalten kann.






