08 February 2026, 21:06

Wesel kämpft mit #WomenOnFire gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

Eine Gruppe von Menschen steht auf der Straße und hält ein Banner in der Hand, auf dem "You Can't Keep Us Down, Unite Resist Feminist" steht, mit einem Fahrrad in der Nähe und Ballons, Drähten und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Wesel kämpft mit #WomenOnFire gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

Wesel schließt sich der globalen Kampagne One Billion Rising an, um ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu setzen. Die Veranstaltung 2026 steht unter dem Motto #WomenOnFire – Ni Una Menos und ruft zu neuer Leidenschaft und Entschlossenheit im Kampf gegen patriarchale Gewalt auf. Lokale Verantwortliche wie Bürgermeister Rainer Benien und die Gleichstellungsbeauftragte Regina Schmitz-Lenneps treiben die Initiative voran.

One Billion Rising entstand als Bewegung der US-amerikanischen Aktivistin Eve Ensler, die Gerechtigkeit und Gleichberechtigung fordert. Mittlerweile hat sich die Kampagne zu einem jährlichen globalen Protest entwickelt, an dem sich Hundert deutsche Städte mit Flashmobs und öffentlichen Veranstaltungen beteiligen. Zwar werden die genauen Teilnehmerzahlen nicht zentral erfasst, doch Metropolen wie Berlin, München und Hamburg verzeichneten in der Vergangenheit große Kundgebungen – etwa 2013 in Berlin am Brandenburger Tor mit Tausenden Teilnehmenden.

Wesel hat bereits Tradition in den charakteristischen Tanzprotesten der Kampagne. Das diesjährige Motto knüpft an Ni Una Menos an, eine feministische Bewegung, die sich gegen geschlechtsspezifische Gewalt – insbesondere Femizide – einsetzt. Die Initiative verweist betroffene Frauen und Mädchen zudem an das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen (116 016 oder www.hilfetelefon.de).

Aktuelle Zahlen unterstreichen die Dringlichkeit: 2024 registrierte die Polizei in Deutschland 265.942 Opfer von Gewalt – ein Anstieg um 3,8 Prozent im Vergleich zu 2023. 73 Prozent der Betroffenen waren Frauen, was das anhaltende Ausmaß des Problems verdeutlicht.

Die Kampagne #WomenOnFire – Ni Una Menos 2026 in Wesel zielt darauf ab, das Bewusstsein für geschlechtsspezifische Gewalt zu schärfen und Gegenmaßnahmen zu stärken. Mit lokalen Behörden und Aktivist:innen an der Spitze reiht sich die Veranstaltung in eine breitere Bewegung für strukturellen Wandel ein. Gewalt gegen Frauen bleibt eine anhaltende Menschenrechtsverletzung – in Deutschland wie weltweit.