Wasserstoff-Start-up hydrogenXpertise soll KMU in Duisburg bei der Dekarbonisierung unterstützen
Karlheinz MiesWasserstoff-Start-up hydrogenXpertise soll KMU in Duisburg bei der Dekarbonisierung unterstützen
Neues Wasserstoff-Unternehmen in Duisburg gegründet
Vier große Unternehmen – die Duisburger Hafen AG, die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (DVV), RheinEnergie und Westenergie – haben sich zusammengeschlossen, um die hydrogenXpertise GmbH ins Leben zu rufen. Jedes der Gründungsunternehmen hält einen gleich großen Anteil am Joint Venture.
Das neue Unternehmen wird kleine und mittlere Betriebe (KMU) bei der Dekarbonisierung unterstützen. Zu den Hauptaufgaben gehören Beratung, Konzeptentwicklung sowie die Erschließung neuer Geschäftsmodelle für die Mutterkonzerne und regionale KMU. Zunächst liegt der Fokus darauf, ein kontinuierlich wachsendes Portfolio auf Basis der Marktnachfrage aufzubauen – statt auf Großprojekte zu setzen.
Als Geschäftsführer fungieren Moritz Voormann (Westenergie) und Ulrich Daamen (DVV). Susanne Fabry, Vorstandsmitglied bei RheinEnergie, betonte die Notwendigkeit innovativer Lösungen und enger Zusammenarbeit, um die Energiewende voranzutreiben. Ein zentraler Schwerpunkt liegt derzeit auf dem Fördermanagement: Mit Dienstleistungen wie Projektbegleitung, Marktanalysen, Schulungen und Workshops sollen Hürden für den Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft gesenkt werden.
Die Duisburger Hafen AG ist bereits in verschiedenen Wasserstoffinitiativen aktiv, darunter aktuelle Projekte mit Rolls-Royce zur Entwicklung von Wasserstoff-Blockheizkraftwerken. Jan Poppe, Technologievorstand und Vertriebsleiter der Westenergie Netzservice GmbH, hob die Bedeutung von Wasserstoff für die Reduzierung industrieller CO₂-Emissionen hervor.
Die hydrogenXpertise GmbH will das Potenzial von Wasserstoff entlang der gesamten Wertschöpfungskette erschließen. Das Unternehmen unterstützt KMU bei der Umstellung auf klimafreundliche Energielösungen und passt sein Angebot flexibel an die Marktanforderungen an. Die Gründung markiert einen gemeinsamen Schritt zur Beschleunigung der Dekarbonisierung in der Region.






