Wasserkraft in NRW 2025: Warum der Ausbau der erneuerbaren Energien stockt
Susan auch SchlauchinVerband kritisiert Stillstand bei Wasserkraftausbau in NRW - Wasserkraft in NRW 2025: Warum der Ausbau der erneuerbaren Energien stockt
Nordrhein-Westfalen verzeichnet 2025 kaum Fortschritte beim Ausbau der Wasserkraft
In Nordrhein-Westfalen (NRW) gab es 2025 so gut wie keinen Ausbau der erneuerbaren Energien in Form von Wasserkraft. Lediglich ein kleines Wasserrad in Düren wurde in Betrieb genommen, das nur minimale Mengen Strom erzeugt. Der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) verweist nun auf einen nahezu vollständigen Stillstand bei neuen Projekten in den vergangenen zwei Jahren.
Ende 2025 verfügte NRW über 517 aktive Wasserkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von knapp 191 Megawatt. Trotz geeigneter Standorte an Flüssen wie Lippe, Rur und Werre wurden neben der kleinen Anlage in Düren keine weiteren konventionellen Kraftwerke gebaut.
Der LEE NRW nennt langwierige Genehmigungsverfahren und Widerstand von Naturschutzverbänden als Hauptgründe für die Stockung. Zudem kritisierte der Verband einen Entwurf der Landeswasserstrategie, der einen beschleunigten Rückbau von Flussbarrieren vorsieht – Bauwerke, die eigentlich für den Ausbau der erneuerbaren Energien in Form von Wasserkraft genutzt werden könnten.
Hans-Josef Vogel, Vorsitzender des LEE NRW, warnte, dass der Mangel an Neuanlagen im Widerspruch zu den Klimaschutz- und Energiezielen des Landes stehe. Die aktuelle Situation sei wirtschaftlich nicht tragbar, angesichts der Verpflichtungen NRWs im Bereich der erneuerbaren Energien.
Mit dem Stillstand beim Wasserkraftausbau bleibt NRW bei 517 Anlagen und 191 Megawatt Leistung stehen. Ohne Reformen bei den Genehmigungsverfahren oder politische Kurskorrekturen droht das Land, seine Ziele für erneuerbare Energien weiter zu verfehlen. Der LEE NRW fordert weiterhin klarere Unterstützung, um blockierte Projekte voranzubringen.






